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Salvador Dalí, Rêve causé par le vol d’une abeille autour d’une pomme-grenade, uJoan Miró, Peinture („escargot, femme, fleur, étoile“), 1934, Öl auf Leinwand Mu

Dalí, Magritte, Miró –

Surrealismus in Paris

Von Monet, van Gogh und Cézanne über Picasso, Klee und Léger bis zu Warhol, Lichtenstein und Bacon: Die berühmte Sammlung des Kunsthändlerpaars Ernst und Hildy Beyeler vereint rund 200 herausragende Meisterwerke der Kunst aus dem 20. Jahrhundert mit dem Schwerpunkt klassische Moderne. Seit 1997 ist die Sammlung in einem einzigartigen, von Stararchitekt Renzo Piano erbauten Museumsgebäude untergebracht.
Baselstrasse 101, CH-4125 Riehen / Basel

Bis 29. Januar 2012 präsentiert die Fondation Beyeler eine große Ausstellung zur Kunst des Surrealismus in Paris, die erste umfassende zu diesem Thema in der Schweiz. Es werden Hauptwerke von Salvador Dalí, René Magritte und Joan Miró wie auch von weiteren maßgeblichen Künstlern dieser Bewegung gezeigt. Dabei finden auch die innovativen Ausdrucksformen der Surrealisten – darunter Objektkunst, Collage, Fotografie und Film – besondere Berücksichtigung.
Der Surrealismus zählt zu den einflussreichsten künstlerischen und literarischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Er entwickelte sich im Paris der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen und entfaltete von dort ausgehend eine weltweite und bis heute anhaltende Wirkung. Tief vom Erlebnis der Sinnlosigkeit des Ersten Weltkriegs geprägt, erarbeiteten die Surrealisten unter der Leitung des Theoretikers der Gruppe, André Breton, neuartige künstlerische Konzepte und verliehen einer aus der poetischen Imagination, dem Traumhaften und dem Unbewussten schöpfenden Kunst Gestalt.
Eine Besonderheit der Ausstellung ist die Berücksichtigung zweier hochkarätiger surrealistischer Privatsammlungen, wobei die Präsentation der Sammlung von André Bretons erster Frau, Simone Collinet, eine Premiere darstellt. Collinet hatte sie in den 1920er-Jahren gemeinsam mit ihrem damaligen Mann aufgebaut und ihren Anteil nach der Trennung erweitert. Des Weiteren werden hochrangige Werke aus der Kunstsammlung Peggy Guggenheims gezeigt – darunter auch Max Ernsts L’antipape (1941/42), das von der Peggy Guggenheim Collection in Venedig ansonsten kaum noch auf Reisen geschickt wird. Diese Arbeiten formieren sich in der Ausstellung zu einem Ensemble, in dem sich die Zeit des New Yorker Exils der Pariser Surrealisten während des Zweiten Weltkriegs gleichsam verdichtet. Zugleich erlaubt es die Präsentation der beiden Sammlungen, die wesentlichen Aspekte der privaten Inszenierung surrealistischer Kunst erfahrbar zu machen.
Weiters wird ein bedeutendes Werkensemble des Bildermagiers René Magritte präsentiert. Auf unnachahmliche Weise fängt seine Kunst die sichtbare Wirklichkeit ein – und hebt sie gleichzeitig aus den Angeln. Beispielhaft steht dafür das frühe Hauptwerk La clef des songes (1930) aus Privatbesitz.
Eine dichte Auswahl herausragender Fotografien des Surrealismus, darunter Werke von Man Ray, Raoul Ubac, Dora Maar und Eli Lotar, rundet das Gesamtbild ab. Ein Filmraum präsentiert zudem zentrale Arbeiten der surrealistischen Filmkunst, unter anderem von Luis Buñuel und Man Ray.
Die Ausstellung schließt mit dem vielleicht berühmtesten Surrealisten, Salvador Dalí, und einer spektakulären Gruppe seiner Meisterwerke. Zu sehen sind etwa L’énigme du désir (1929) aus der Pinakothek der Moderne in München und das herausragende Métamorphose de Narcisse (1937) aus der Londoner Tate sowie Rêve causé par le vol d’une abeille autour d’une pomme-grenade, une seconde avant l’éveil (1944) aus dem Museo Thyssen Bornemisza in Madrid.
Bis 29. Januar 2012

Angebot

Spezialangebot zur Surrealismusausstellung

Gemeinsam mit der Fondation Beyeler bietet Basel Tourismus ein attraktives Pauschalangebot zur Sonderausstellung bereits ab 80 Euro an.

Weitere Informationen finden Sie auf

www.basel.com/surrealismus


Informationen

Fondation Beyeler

Baselstraße 101, CH-4125 Riehen/Basel

Tel. +41 (0) 61/645 97 00

täglich 10–18 Uhr, Mi 10–20 Uhr

info@fondationbeyeler.ch

www.fondationbeyeler.ch

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