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Illustration: Schneewittchenpsychose


Faimme: Schneewittchenpsychose

17. bis 21. Juni 2010
Neben der Suche nach Freiheitsgestaltung ist „Schneewittchenpsychose“ ein Text über die Wahrheitsbeschwörungen „der Medien“ als Transportmittel einer möglichen Welt. Daraus ergibt sich notwendigerweise auch eine Beschreibung der Grenzen desjenigen Glücksbegriffes, der immer nur strahlt, wenn er von außen betrachtet wird.

Nana hat sich zurückgezogen. Sich einen Ort gesucht, ihn eingerichtet, zugerichtet. Nana nimmt Welt nicht mehr auf, verschließt sich, hat ihren Lebensraum auf ein einziges Zimmer reduziert: dennoch ist Nana nicht allein. Ihr Handeln wird bestimmt durch Ana, die angebetete Göttin der Anorexie.

In einer von Lifestyle dominierten Welt wird auch Nanamit Bildern aus Fernsehkanälen gefüttert. Eine Moderatorin konfrontiert Nana unablässig mit Fakten der globalen Wohlstandsverteilung. Ohnmacht angesichts der Zustände dieser Weltwahrheit macht sich breit. In der paradoxen Vereinigung von Mangel und Übersättigung gräbt sich Ana immer tiefer in Nanas Persönlichkeit. Wohin, wozu wird fraglich, die Geschichte von Nana geht weiter, wie auch Ana. Und da erhebt auch noch die Autorin ihre Stimme: Stopp.Libelle.Enter.Amen.

REGIE: Tanja Witzmann / DRAMATURGIE: Alexander Matthias Kosnopfl / AUTORIN: Sophie Reyer / DARSTELLERINNEN: Ruth Ranacher, Gina Mattiello, Heike Möller

Details zur Spielstätte:
Museumsplatz 1, A-1070 Wien

Veranstaltungsvorschau: Faimme: Schneewittchenpsychose - Dschungel Wien - Theaterhaus

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