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Foto Speckbacher, Schlossbergspiele Rattenberg


Speckbacher

3. Juli bis 8. Aug. 2009
Das Felix Mitterer-Stück "Speckbacher" zum Gedenkjahr 2009! Die Regie bei dieser Uraufführung hat Pepi Pitt über.

Das Stück befasst sich mit dem Leben des Josef Speckbacher und seiner Familie - vor, während und auch nach der Zeit des Freiheitskampfes - und mit den Nordtiroler Geschehnissen des Freiheitskampfes, wobei es das Anliegen des Autors ist, wie auch schon im Jahre 2004 bei „Die Hutterer“, den Bezug zum Veranstaltungsort herzustellen. Josef Speckbacher leitete das Kampfgeschehen im Tiroler Unterland und war auch nachweislich öfters in Rattenberg, wo er auch zusammen mit Andreas Hofer bei der Fronleichnamsprozession teilgenommen hat.

Die Biographie im Detail:
Speckbacher wird am 13. Juli 1767 als drittes von acht Kindern auf Unterspeck (Bauernhof in Gnadenwald) geboren, im Kindesalter verliert er den Vater, die Mutter stirbt als er 14 Jahre alt ist. In die Schule geht er nur zwei Jahre lang. Mit 12 besitzt er seinen ersten eigenen Stutzen. Er macht Bekanntschaft mit dem berüchtigten Wilderer Staudacher. Mit ihm zusammen durchstreift er Almen, Berge, Wälder und Schluchten. An einem Kirchweihsonntag in Lans sieht er Marie, die Tochter der Schmiederer Bäuerin aus Rinn: „Die Marie oder keine“ steht für ihn fest. Nach der Absage der Mutter („so ein Hallodri kommt mir nicht ins Haus!“) sucht er sich einen Arbeitsplatz. Nach einem Jahr als Holzarbeiter und dann als Aufseher des Holzlagers der Haller Saline nochmaliges Vorsprechen am Schmiedererhof – Hochzeit mit Marie am 10. Februar 1794 in der Wiltener Pfarrkirche. Der Schützenhauptmann, auch „Der Mann von Rinn“ genannt, zieht 1797 mit den Schützen über den Brenner und wird einer der tapfersten Kämpfer und ein hervorragender Stratege im Tiroler Freiheitskampf. 1797, 1800 und 1805 beteiligt er sich an den Kämpfen gegen die Franzosen und deren Verbündete. Im Jahre 1809 ist er ein wichtiger Kommandant bei den drei Bergiselschlachten. Er ist ein hervorragender Kenner der Gebirgskriegstaktiken. Zusammen mit Peter Mayr und Joseph Haspinger kann er die Rheinbunddivisonen in der Sachsenklemme vernichtend
schlagen. Nach der Niederlage von Unken und Melleck 1809 flüchtet Speckbacher schwer verletzt, erreicht Wien, wo er 1813 zum Major ernannt wird. Nachdem 1814 Tirol wieder mit Österreich vereint war, kann er nach Tirol zurückkehren und in Hall als k.k. Major seinen Ruhestand verbringen. Als 1816 Kaiser Franz zur Huldigung nach Innsbruck kommt, führt Speckbacher die Tiroler Schützen an. Speckbacher leidet an den Folgen seiner Verwundungen. Als kranker Mann stirbt er am 28. März 1820 in Hall, nur 53 Jahre alt, an einem Nierenleiden.

Details zur Spielstätte:
Bienerstraße 85, A-6240 Rattenberg
Im Rahmen des Festivals:
Schlossbergspiele Rattenberg

Veranstaltungsvorschau: Speckbacher - Freilichtbühne am Schlossberg

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