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Eine Hommage an Heinrich von Kleist

7. Aug. 2011
Otto Brusatti liest, gestaltet und führt zu Kleist. Am Abend gibt es - begleitet vom Kontragitarristen Peter Havlicek - die Erzählung "Das Erdbeben in Chili". Das ist vielleicht der dichteste, poetischste und zugleich grausamste Bericht, wie Menschen in extremen Situationen und befördert noch von der Religion einander alles Erdenkliche antun.

1647 - in der jungen, blühenden südamerikanischen Metropole wird ein junges Paar wegen eines unehelichen Kindes zu Tode gehetzt. Währenddessen ereignet sich das Erbeben, welches den vordergründigen Glanz und Reichtum der Stadt udn der Gesellschaft beinahe vernichtet. Dennoch - Gnade, Toleranz, ein christliches Verständnis, so etwas wie Aufklärung, was der Mensch denn sei als Körper, Seele, Wesen, Fleisch, Blut, Geist, Intellekt, das alles gibt es im Endeffekt ja doch nicht.

(Man sprach in der Stadt mit einer so großen Erbitterung von diesem Skandal ... dass weder Fürbitten noch der Wunsch des Klosters und der Äbtissin selbst, welche das junge Mädchen wegen ihres sonst untadeligen Betragens liebgewonnen hatte, die Strenge des bedrohenden Gesetzes mildern konnte. Alles, was geschehen konnte, war, dass der Feuertod, zu dem sie verurteilt wurde, zur großen Entrüstung der Matronen und Jungfrauen von St. Jago, durch einen Machtspruch des Vizekönigs, in eine Enthauptung verwandelt ward.)

Details zur Spielstätte:
An der Traunbrücke 9-11, A-4810 Gmunden
Im Rahmen des Festivals:
Salzkammergut Festwochen Gmunden

Veranstaltungsvorschau: Eine Hommage an Heinrich von Kleist - Galerie 422 Gmunden

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