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Foto: Prof. Dr. Clemens Hellsberg


10 Jahre Haus der Musik - Prof. Dr. Clemens Hellsberg über Otto Nicolai

9. Juni 2010
Im Rahmen der 10-Jahres Feier zelebriert das Haus der Musik das vergangene Jahrzehnt mit einem umfangreichen Angebot an Musikveranstaltungen. Die Veranstaltungen finden im Innenhof statt und der Eintritt zu allen Veranstaltungen im Rahmen der 10-Jahres Feier ist frei! Über den Gründer der Wiener Philharmoniker, Komponisten und "Hausherrn" des Haus der Musik, Otto Nicolai, spricht Prof. Dr. Clemens Hellsberg. Musikalisch wird der Abend vom Küchl-Quartett umrahmt.

Der Gründer der Wiener Philharmoniker, der Komponist und Dirigent Otto Nicolai, hatte im Haus der Musik seine Wohnung als er 1842 das Orchester mit dem einzigartigen Klang gründete. Im Jahre 1841 wurde Otto Nicolai (1810 - 1849) als Kapellmeister an das Kärntertortheater berufen. Gedrängt von führenden Persönlichkeiten aus dem Musikleben Wiens, griff er die Idee Lachners auf und dirigierte am 28. März 1842 im Großen Redoutensaal ein "Großes Concert", das vom "Sämmtlichen Orchester-Personal des k.k. Hof-Operntheaters" veranstaltet wurde. Diese "Philharmonische Academie", so der ursprüngliche Titel, gilt mit Recht als die Geburtsstunde des Orchesters, weil erstmals alle Prinzipien der bis heute gültigen "Philharmonischen Idee" verwirklicht wurden. Otto Nicolai komponierte neben Opern auch zahlreiche Lieder sowie geistliche und weltliche Chorwerke. Über sein Werk strahlt jedoch seine bekannteste Oper Die lustigen Weiber von Windsor, die am 9. März 1849 in Berlin uraufgeführt wurde.

Im Ausstellungsbereich des Haus der Musik wird neben verschiedenen bildhaften Zeugnissen das Gründungsdekret der Wiener Philharmoniker präsentiert.

Über Prof. Dr. Clemens Hellsberg
Seit 1997 Vorstand der Wiener Philharmoniker. 1952 in Linz geboren, nahm er bereits im Alter von viereinhalb Jahren Violinunterricht bei seinem Vater. Ab 1972 erhielt er an der Hochschule für Musik in Wien seine Ausbildung und schloss 1980 das Studium der Musikwissenschaften ab. Bereits 1976 trat er in das Orchester der Wiener Staatsoper als Zweiter Violinist ein, zwei Jahre später wurde er Primgeiger und war von 1990 bis 1993 und ab 1996 Vizevorstand des Orchesters.

Das Küchl-Quartett

Das Küchl-Quartett wurde 1973 gegründet, konzertiert häufig im In- und Ausland und wirkt bei den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen und der Salzburger Mozartwoche, dem Carinthischen Sommer Ossiach sowie bei Festivals in Passau, Bologna, Montreux und Flandern mit. Dabei arbeitet es mit zahlreichen renommierten Musikern zusammen, so z.B. mit Andre Previn, Lynn Harrell, Boris Pergamenschikow und Paul Badura-Skoda. In verschiedenen Kammermusik Formationen hat es auch mehrere Schallplatten aufgenommen. Fast alle wichtigen Werke der klassischen Quartett-Literatur standen im Lauf der Jahre auf dem Programm. Die Werke der Wiener Klassik bilden dabei einen Schwerpunkt des Repertoires doch werden auch immer wieder Kompositionen des 20. Jahrhunderts aufgeführt. Zahlreiche CD-Einspielungen, u. a. sämtliche Streichquartette L. v. Beethovens.

Die Musiker:
Rainer Küchl - 1. Violine
Eckhard Seifert - 2. Violine
Heinrich Koll - Viola
Gerhard Iberer - Violoncell

Details zur Spielstätte:
Seilerstätte 30, A-1010 Wien

Veranstaltungsvorschau: 10 Jahre Haus der Musik - Prof. Dr. Clemens Hellsberg über Otto Nicolai - Haus der Musik - das Klangmuseum

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