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Die Stadt ohne Juden - Cover


Lesung mit Bernd Jeschek „Die Stadt ohne Juden“

27. Mai 2014
Wien im Jahre 1922. Die Regierung beschließt das Antijudengesetz und damit die Ausweisung sämtlicher Juden aus Österreich. Den Beginn einer turbulenten Epoche nimmt Hugo Bettauer als Ausgangspunkt für seinen Roman. „Was wird aus Wien, wenn alle Juden auswandern müssen?“ lautet darin die zentrale Frage. Bernd Jeschek liest Auszüge aus dem Buch von Hugo Bettauer.

Mehr als 90 Jahre nach dem erstmaligen Erscheinen liest man „Die Stadt ohne Juden“ als wichtiges Zeitdokument. Tatsächlich jedoch ist es ein prophetischer Roman, den Bettauer als Warnung an die herrschenden Zustände geschrieben hat und dessen Visionen schließlich zur Realität wurden.

Hugo Bettauer (*1872, Baden bei Wien) arbeitete nach zweimaliger Emigration in die USA bei der „Neuen Freien Presse“ in Wien. Daneben spezialisierte er sich auf Kriminalromane mit sozialem Engagement. „Die Stadt ohne Juden“, sein bekanntester Roman, wurde 1924 unter der Regie von Hans Karl Breslauer mit Hans Moser verfilmt. Am 10. März 1925 wurde Bettauer von dem NSDAP-Mitglied Otto Rothstock im Alter von 52 Jahren erschossen.

Details zur Spielstätte:
Dorotheergasse 11, Palais Eskeles, A-1010 Wien

Veranstaltungsvorschau: Lesung mit Bernd Jeschek „Die Stadt ohne Juden“ - Jüdisches Museum Wien - Palais Eskeles

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