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Foto: Xu Fengxia


Die sieben Todsünden

25. Juli 2010
Ein philosophisches Fest mit Xu Fengxia und Paul Zauner.

IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER SOMMERAKADEMIE TRAUNKIRCHEN

Xu Fengxia - Paul Zauner: Musik
Anton Zeilinger - Trägheit des Herzens
Franz Schuh - Völlerei
Robert Pfaller - Neid
Lutz Ellrich - Zorn
Knut Boeser - Hochmut
Peter Assmann - Geiz
Christa Gürtler - Wolllust
Christian Schacherreiter - Moderation

Xu Fengxia hat in Deutschland viel mit Musikern des Freien Jazz zusammengearbeitet - allen voran dem verstorbenen Bassisten Peter Kowald. Das spiegelt sich in manchen Stücken wider, in denen sie die Grundmelodie in schnellen rhythmischen Fortschritten ausufern lässt und in Kreisbewegungen zerfasert, zu denen sie im nasalen und manchmal schrillen Pressgesang der chinesischen Tradition zu gurren und schnurren anfängt, schnalzt und scattet, bis das sich wieder zusammenfügende Thema nach einem Bassgewitter auf dem Instrument sanft ausläuft. Diese auf- und absteigenden Tonfolgen im Harfenklang in Verbindung mit percussiven Wellen – wie sie schon in der südchinesischen Tempelmusik gepflegt wurde – und ihr zeitweilig sirenenhafter Gesang üben eine geradezu magische Wirkung aus. Vor allem dann, wenn Xu Feng Xia noch indische und mongolische Elemente in ihre Mixtur aus höfischer chinesischer Musik und den Volksweisen aus verschiedenen Provinzen einbezieht.
Xu Fengxia erhielt nach ihrem Examen eine Stelle im renomierten Shanghaier Orchester für Chinesische Musik und war Solistin in einem Konzert für Sanxian und Orchester. Seit den 90er Jahren lebt sie in Deutschland wo sie in verschiedenen Gruppierungen spielte. Unter anderem kam sie dabei auch in Kontakt mit Jazz und improvisierter Musik. Bis jetzt spielt Xu Fengxia oft Soloparts in den Werken zeitgenössischer chinesischer Komponisten und arbeitet mit den unterschiedlichsten Ensembles zusammen.

PAUL ZAUNER
Er studierte in Wien Klavier und Posaune. Ab Mitte der 80er Jahre hatte er die Gelegenheit, mit Jazzgrößen wie Leon Thomas, George Adams und weiteren Musikern zu spielen und auch CDs aufzunehmen. Mit Franz Hackl gründete er 1992 die Band „ITSLYF“. Es folgten weltweite Tourneen und die CD „Hep Caolin“. Seit den 1980er Jahren spielt Paul Zauner auch mit der Band „Blue Brass“, in der neben österreichischen Jazzvirtuosen auch internationale Stars mitwirken. (Daneben spielt er in verschiedenen anderen Bands, ist Konzertveranstalter und Kurator für Jazz am Brucknerhaus in Linz sowie Besitzer des Independent Jazzlabel PAO Records.)

Details zur Spielstätte:
Klosterplatz 1, A-4801 Traunkirchen
Im Rahmen des Festivals:
Salzkammergut Festwochen Gmunden

Veranstaltungsvorschau: Die sieben Todsünden - Klostersaal Traunkirchen

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