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Chemnitz – Stadt der Moderne

Chemnitz lebt seine Gegensätze – Industrie und Kultur, Tradition und Moderne.

Die drittgrößte Stadt in den neuen Bundesländern empfängt seine Besucher als lebendige moderne Großstadt im Herzen von Sachsen. Das reizvolle Flair ergibt sich aus dem Neben- und Miteinander von 850 Jahren Stadtgeschichte, gewachsener Industriearchitektur und den Aufbauleistungen der Nachwendezeit. Das Zentrum veranschaulicht beispielhaft die wechselvolle Stadtgeschichte. Wachstum und Wohlstand während der Gründerzeit, die Hinwendung zur Moderne, Zerstörung im Zweiten Weltkrieges, die DDR-Zeit und das neue Selbstbewusstsein nach der politischen Wende. Wo einst grauer Beton das Bild bestimmte, haben namhafte Architekten eine neue, mehrfach prämierte Innenstadt erschaffen mit großzügigen Einkaufspalästen, Restaurants, Boutiquen und Stätten der Begegnung.

Gekonnt verbindet sich moderne Infrastruktur mit dem historischen Ambiente. So befindet sich auf dem Kaßberg eines der größten zusammenhängenden Gründerzeit- und Jugendstilviertel Europas. Eines der schönsten Zeugnisse der Chemnitzer Industriearchitektur ist die Esche-Villa. Mit der ehemaligen Villa des Strumpffabrikanten Herbert Esche schuf Henry van de Velde 1903 mit seiner spezifischen Interpretation des Jugendstils ein Manifest des modernen Bauens. Nach dem Abschluss der aufwändigen Restaurierung dient sie nun als Kommunikations- und Begegnungsstätte für Wirtschaft, Kunst und Kultur. Ein ebenso bemerkenswertes Gebäude ist das Sächsische Industriemuseum. Das aufpolierte Antlitz einer ehemaligen Gießerei mit roten Backsteinen erzählt stolz die Geschichte der Stadt als einstiges Zentrum des Maschinenbaus.

Das historische Chemnitz wird auch noch am Marktplatz mit seinen beiden Rathäusern und am Theaterplatz sichtbar. Das Theater übrigens wurde nach dem 2. Weltkrieg als erster Opernneubau wiedererrichtet. Das Fünfspartenhaus trägt wesentlich zum guten Ruf von Chemnitz als Kulturstadt bei. Es ist bekannt als Aufführungsort für Wagner-Opern und für seine außergewöhnlichen Inszenierungen von Oper, Operette, Musical und Ballett. Die benachbarten Kunstsammlungen Chemnitz mit über 60.000 Exponaten u. a. mit Werke von Karl Schmidt-Rottluff, und das Museum Gunzenhauser bilden einen unübersehbaren Schwerpunkt der Klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts in Sachsen. Dr. Alfred Gunzenhauser stiftete der Stadt 2.459 Werke von insgesamt 270 Künstlern.

Tipp: Sächsisches Industriemuseum Chemnitz
Das Sächsische Industriemuseum ist ein lebendiges Museum. Zahlreiche Exponate werden in ihren Funktionen vorgeführt: Dampfmaschine von 1896 im originalen Maschinenhaus, Büromaschinen, Werkzeug- und Textilmaschinen. Auch ein Fahrzeugdepot, eine Bibliothek und ein Café ermöglichen es, voll in die Chemnitzer Industriegeschichte einzutauchen.

Persönlichkeit: Karl Schmidt-Rottluff
Der im Stadtteil Rottluff geborene Maler war ein Begründer der berühmten Künstlergemeinschaft „Brücke“ in Dresden und ein führender Vertreter des Expressionismus. Unter der Nazidiktatur hatte er einige Jahre Malverbot.

Anbieter: Tourist Information Chemnitz
Adresse: Markt 1, D-09111 Chemnitz
Telefon: +49 371 690680
Fax: +49 371 6906830
Internet: chemnitz-tourismus.de
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