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DIE WILDENTE

5. April bis 28. Juni 2014
Ibsen wollte seine Wildente, uraufgeführt 1885 in Bergen, als Tragikkomödie verstanden wissen. Selbstironisch thematisiert der Autor sein uneingeschränktes Verfechten der Wahrheit. Im Kreise der Familie wird die philosophische Frage verhandelt, ob es den Menschen besser geht, wenn unangenehme Wahrheiten über ihr Leben ans Licht kommen. Oder lebt man besser mit einer Lebenslüge?

Stückinfo:
Hjalmar Ekdal hat sich mit seiner Frau Gina, der Tochter Hedvig und seinem Vater trotz ihrer bescheidenen Verhältnisse eine ­familiäre Idylle geschaffen. Die Dachgeschoßwohnung wird zugleich als Atelier für seine Arbeit als Fotograf genutzt. Gina kümmert sich um die laufenden Aufträge und den Haushalt, während Hjalmar die meiste Zeit auf seine Erfindung verwendet. Auch, um damit seinen Vater, der wegen Betrugs im Gefängnis saß, zu rehabilitieren. Dem alten Ekdal haben sie im angrenzenden Dachboden eine Fluchtwelt erschaffen. In diesem Jagdparadies lebt neben Tauben, Hühnern und Hasen auch eine angeschossene Wildente, die Hedvig innig liebend pflegt. Die Familienidylle wird jäh gestört, als nach vielen Jahren der Abwesenheit Hjalmars Jugendfreund Gregers Werle heimkehrt und ihn zum Willkommensempfang seines Vaters, dem Großhändler Werle, einlädt. Früher waren die Väter Geschäftspartner. Seit dem Betrugsfall sprechen sie kaum noch ein Wort miteinander. Gregers erfährt von Hjalmars Heirat mit Gina, dem früheren Dienstmädchen der Werles, und von der unermüdlichen Unterstützung seines Vaters für Hjalmars Ausbildung zum Fotografen und zur Etablierung des Foto­ateliers. Versucht sein Vater sein Gewissen zu reinigen? Gregers ist überzeugt, ein Mensch könne nur auf der Grundlage von schonungs­loser Ehrlichkeit glücklich werden. So empfindet er es als seine Lebensaufgabe, den Sumpf im Hause Ekdal trocken zu legen. Mit seinen Ideen über ein Leben in Wahrheit treibt er jedoch die kleine Familie in die Katastrophe. Denn schnell zeigt sich, dass sowohl der eine als auch die andere Geheimnisse haben, die das Tageslicht nicht vertragen. Was gut gemeint scheint – ein Leben ohne Illusion zu leben – erweist sich als zerstörerischer Fanatismus.

Leitung:
Inszenierung - Hans-Ulrich Becker
Bühne - Alexander Müller-Elmau
Kostüme - Stefanie Seitz
Musik/Sounddesign - Wolfgang "Fadi" Dorninger
Dramaturgie - Matthias Döpke
Besetzung:
Direktor Werle, Grubenbesitzer - Thomas Kasten
Gregers Werle, sein Sohn - Thomas Bammer
Der alte Ekdal - Stefan Matousch
Hjalmar Ekdal, der Sohn des Alten - Lutz Zeidler
Gina Ekdal, seine Frau - Katharina Hofmann
Hedvig Ekdal, ihre Tochter - Katharina Wawrik
Frau Sørby - Bettina Buchholz
Relling, Arzt - Sebastian Hufschmidt

Details zur Spielstätte:
Promenade 39, A-4020 Linz

Veranstaltungsvorschau: DIE WILDENTE - Landestheater Linz

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