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Foto: Don Carlos, Hochholdinger, Brammer, Winkler, Galli, Schratt, Rosskopf


Don Carlos

22. Jan. bis 19. Feb. 2011
Friedrich Schillers Drama über Politik, Freundschaft, Egoismus, Freiheit und Idealismus gilt neben Lessings Emilia Galotti und Goethes Egmont als typisches Beispiel für das bürgerliche Humanitätsideal des 18. Jahrhunderts, das seine Kritik an der feudalen Verfassung nur in historischer Verkleidung äußern konnte.

Don Carlos, Infant von Spanien, ist zerrissen zwischen der Liebe zu seiner Stiefmutter, die einst seine Braut war, und dem Hass auf seinen mächtigen Vater, König Philipp, der ihm die Geliebte geraubt hat. In seinem krankhaften Misstrauen gegen seine gesamte Umgebung sieht der König einzig in dem Marquis von Posa, dem Jugendfreund Carlos’, „einen Menschen“ und Vertrauten. Doch Posa, durchdrungen von dem Glauben an seine Mission, die unterdrückten Völker von der Gewalt der Tyrannei zu befreien, findet weder in Carlos noch im König die erhoffte Unterstützung und wird schließlich, wie der Freund, Opfer einer großen Intrige.

1787 wurde das Stück am Schauspielhaus Hamburg uraufgeführt. Zwei Jahre vor der Erklärung der Menschenrechte in Frankreich fordert Schiller darin die Verpflichtung des Staates, die Würde und die Freiheit des Menschen zu achten.

Silvia Armbruster, die am Landestheater Niederösterreich unter anderem Ray Cooneys Farce Außer Kontrolle und Astrid Lindgrens Die Brüder Löwenherz inszenierte, bringt das Drama von Friedrich Schiller in der Theaterwerkstatt auf die Bühne.

Mit: Philipp Brammer, Pippa Galli, Antje Hochholdinger, Elisabeth Luger, Oliver Rosskopf, Othmar Schratt, Stefan Wilde, Hendrik Winkler
Bühne und Kostüme: Stefan Morgenstern

Details zur Spielstätte:
Rathausplatz 11, A-3100 St. Pölten

Veranstaltungsvorschau: Don Carlos - Landestheater Niederösterreich

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