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Herbert Boeckl, Wasserturm in Wien-Favoriten, 1930, Kunstsammlung des Landes Kärnten/MMKK


Herbert Boeckl. Retrospektive

18. Feb. bis 16. Mai 2010
Die Ausstellung zum Werk von Herbert Boeckl zeigt einen Überblick über fünfzig Jahre moderne Kunstproduktion.

Trotz der gravierenden Zäsuren zweier Weltkriege konnte der aus Kärnten stammende und in Wien lebende Maler kontinuierlich über Jahrzehnte hinweg sein Projekt einer Moderne entwickeln, die aus der mitteleuropäisch-mediterranen Tradition schöpft. In mehreren Werkphasen spannt sich so ein reiches Spektrum von der Linienkunst der Wiener Secession über die Rezeption der Kunst Paul Cézannes in den 1920er Jahren und den expressiven Realismus der 1930er Jahre bis hin zur kubistisch inspirierten Farbflächenmalerei der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit den frühen Kärntner Landschaften, den Bildern zur "Anatomie" aus 1931 und den großen Zyklen der Zeit nach 1945 zeigt die Schau eine Reihe von Höhepunkten dieses überaus kompexen Œuvres. Es verbindet die Ideale der klassischen Moderne der Zeit von Egon Schiele und dem frühen Oskar Kokoschka quer durch die internationale Krise der Avantgarden in den 1930er und 1940er Jahren mit dem Beginn der "globalisierten" Kunstproduktion in den 1960er Jahren. Als Akademieprofessor und einlussreiche Persönlichkeit des Kunstbetriebs im Ständestaat und in der jungen zweiten Republik verband Boeckl als einer der wenigen offiziell anerkannten und gewürdigten modernen Maler Österreichs stets den heimischen Kunstbetrieb mit den internationalen Entwicklungen. Mit dem Wandbild im Dom von Maria Saal, dem großen Altartriptychon und den Fresken in der Benediktinerabtei Seckau leistete Boeckl zudem bedeutende Beiträge zur modernen Sakralkunst.

Details zur Spielstätte:
Burggasse 8, A-9020 Klagenfurt

Veranstaltungsvorschau: Herbert Boeckl. Retrospektive - MMKK - Museum Moderner Kunst Kärnten

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