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Foto: VocaMeFoto: Jugendchor Cordana aus Indonesien


Wandelkonzert: Byzanz trifft Konstantinopel – Islam trifft Hinduismus

24. Mai 2010
Die neue Moschee in Marktoberdorf wird gerade erst eröffnet und schon gewährt sie Ensembles des Festivals Musica Sacra International Gastfreundschaft. Ein guter Beginn! Hier startet das Wandelkonzert.

Im Laufe des Konzertes "wandeln" die BesucherInnen in das Modeon (Schwabenstraße 58).

Auf dem Programm:
VocaMe aus München, um die alten Musikspezialisten Sabine Lutzenberger und Michael Popp, lässt die Kompositionen Kassias, der frühesten bekannten Komponistin des Abendlandes wieder erklingen. Kassia lebte im 9. Jahrhundert in Byzanz, dem heutigen Istanbul, 250 Jahre vor Hildegard von Bingen. Sie gründete ein Kloster und wurde Äbtissin. In diese Zeit fallen ihre etwa 50 komponierten Hymnen, die zum Teil bis heute noch in der griechisch-orthodoxen Liturgie gesungen werden.
Das Erguvan Ensemble Istanbul spielt auf traditionellen türkischen Instrumenten wie der Zither Qanun, der Kurzhalslaute Oud oder der Rohrflöte Nay und begleitet dazu die Sänger des Ensembles. In ihrem Programm begeben sie sich auf eine musikalische Reise in das alte Osmanische Reich und widmen sich auch der Musik der Sufis, die in ihren Liedern die Liebe zu Gott, beziehungsweise zum Propheten Mohammed besingen.
Der ökumenische Gedanke wird beim Jugendchor Cordana aus Indonesien täglich gelebt und praktiziert. Christen, Moslems und Hindus tanzen und singen hier gemeinsam zu Melodien aus ihrer Heimat und haben sich ein breites Repertoire von balinesischer Gamelanmusik bis hin zu zeitgenössischer Musik geschaffen. Sie waren Repräsentant Indonesiens beim Weltchorsymposium Kopenhagen 2008.

Details zur Spielstätte:
Gebrüder-Rösle-Straße, D-87616 Marktoberdorf
Im Rahmen des Festivals:
Festival Musica Sacra International

Veranstaltungsvorschau: Wandelkonzert: Byzanz trifft Konstantinopel – Islam trifft Hinduismus - Moschee Marktoberdorf

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