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Damen Abendkleid 2010 - Modell: Frank Oshodi für House of Bunor, Lagos. Stoffe: Firmen Ernst Bösch (Bluse) und Kurt Gächter (RoDamen Hosenanzug 2010 - Modell: Folake Folarin-Coker für Tiffany Amber, Lagos


African Lace

22. Okt. 2010 bis 14. März 2011
African Lace (Afrikanische Spitze) werden die farbenprächtigen, industriell bestickten Stoffe genannt, die seit über fünfzig Jahren das öffentliche Erscheinungsbild von NigerianerInnen weltweit prägen und zu einem fixen Bestandteil der nigerianischen Festbekleidung und Mode geworden sind. Zum ersten Mal widmet sich nun eine Ausstellung der Geschichte und kulturellen Bedeutung dieser zu einem großen Teil in Österreich hergestellten African Lace-Stoffe in Nigeria.

Industrielle Stickereien, die seit dem 19. Jahrhundert in der Schweiz und in Vorarlberg hergestellt werden, gelangten in den 1960er Jahren durch neue Handelsbeziehungen mit dem damals gerade unabhängig gewordenen Nigeria auf den westafrikanischen Markt. Die aus African Lace gefertigten Gewänder gelten inzwischen als „traditionelle Kleidung“, die bei festlichen Anlässen zum guten Ton gehört und auch bei offiziellen Auftritten von Politikern im In- und Ausland allgegenwärtig ist.

Die Ausstellung zeigt ein faszinierendes Kapitel der afrikanischen Modegeschichte und thematisiert einen Bereich der Gegenwartskultur, der über die Grenzen einzelner Nationen hinweg Menschen, Ideen und Kreativität durch Handel verbindet. Die Schau entwirft somit ein Gegenbild zu gängigen Vorstellungen über Nigeria, indem sie von Kreativität, Lebensfreude, Luxus und der Lust am gemeinsamen Feiern erzählt.

Die Ausstellung entstand in einer Kooperation des Museums für Völkerkunde Wien mit der National Commission for Museums and Monuments of Nigeria.

Mit Unterstützung der österreichischen Stickereiwirtschaft.

Ausstellungskuratoren: Barbara Plankensteiner und Nath Mayo Adediran.

Details zur Spielstätte:
Neue Burg, A-1010 Wien

Veranstaltungsvorschau: African Lace - Museum für Völkerkunde

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