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Foto: Ensemble


Zeitwirbel: STOCKHAUSEN - Balance / GRISEY - Vortex Temporum

15. April 2011
Erscheinungsformen der Zeit sind nicht nur Basis musikalischen Ausdrucks, sondern oft auch Ausgang und Thema musikalischen Denkens, wie hier bei Karlheinz Stockhausen und Gérard Grisey.

Stockhausen beschwört in seinem letzten Zyklus "Klang" die 24 Stunden des Tages - nach dem Vorbild des Stundengebets der katholischen Kirche. 21 Stunden konnte er bis zu seinem Tod am 5.12.2007 fertig stellen, "Balance" als 7. Stunde bildet ungewollt den Höhepunkt des ersten Drittels des vollendeten Werks. Vom ensemble recherche erst nach Stockhausens Tod uraufgeführt, ist es vital und klangsinnlich - laut Kritik ein "gelassenes, heiteres Alterswerk". Griseys "Vortex Temporum" (Wirbel der Zeiten) ist eines der zentralsten und schönsten Kammermusikwerke des 20. Jahrhunderts. In ihm erklingen drei Zeiten - die des Menschen (Sprache und Atem), der Wale (Schlafrhythmen) und die extrem verschiedenen Zeiten der Vögel wie auch der Insekten.

ensemble recherche (Freiburg):
Melise Mellinger - Violine
Barbara Maurer - Viola
Asa Akerberg - Violoncello
Martin Fahlenbock - Flöte
Shizuyo Oka - Klarinette
Jaime González - Oboe
Klaus Steffes-Holländer - Klavier

Karlheinz STOCKHAUSEN Balance (2007) aus "Klang"
Gérard GRISEY Vortex Temporum (1994 - 96)

19.15 Uhr Einstimmung: Spiel mit der Zeit

Details zur Spielstätte:
Rennweg 14, A-6020 Innsbruck
Im Rahmen des Festivals:
Osterfestival Tirol

Veranstaltungsvorschau: Zeitwirbel: STOCKHAUSEN - Balance / GRISEY - Vortex Temporum - ORF Kulturhaus

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