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Foto: Peter Simonischek und Gert Voss, Thomas Bernhard - Der Briefwechsel


Thomas Bernhard, Siegfried Unseld: Der Briefwechsel

14. bis 15. Mai 2010
Das Burgtheater zu Gast im Schauspielhaus: Eine Lesung mit Peter Simonischek und Gert Voss zu THOMAS BERNHARD, SIEGFRIED UNSELD: DER BRIEFWECHSEL.

In den etwa 500 Briefen zwischen Thomas Bernhard und seinem Verleger Siegfried Unseld entwickelt sich ein einzigartiges Zwei-Personen-Schauspiel:
Mal ist es eine Tragödie, wenn etwa Bernhard die aus seinen Werken bekannten Schimpftiraden auf den Verleger loslässt, der seinerseits auf die Überzeugungskraft des Arguments setzt. Dann gibt Bernhard ein Kammerspiel mit Unseld als Held: 1973 schreibt er ihm: „Mit größter Aufmerksamkeit, mit allen Möglichkeiten, gehe ich gern mit Ihnen.“ 1984 agieren beide, bei der Beschlagnahme von Holzfällen, als Kämpfer für die Literatur in einem von Dritten inszenierten Schurkenstück. Es dominiert das Beziehungsdrama: Der Autor stellt die für sein Werk und seine Person unabdingbaren Forderungen. Der Verleger seinerseits weiß, dass gerade bei Bernhard rücksichtslose Selbstbezogenheit notwendige Voraussetzung der Produktivität ist.
Solch einen dramatischen Briefwechsel zwischen Autor und Verleger, in dem bei jeder Zeile alles auf dem Spiel steht, kennt das Publikum bislang nicht.

Details zur Spielstätte:
Hofgasse 11, A-8010 Graz

Veranstaltungsvorschau: Thomas Bernhard, Siegfried Unseld: Der Briefwechsel - Schauspielhaus Graz - Haus EINS

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