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Wut, Ensemble des european grouptheater - jugendtheatercompany


Wut

25. Mai 2011
Wut ist eine schroffe, dramaturgisch radikal voran getriebene Tragödie des Zusammenpralls zweier Kulturen, die einander zutiefst fremd sind; das pessimistische Bild gescheiterter Integration und eklatanter Hilflosigkeit auf beiden Seiten. Hilflos ist die ungezügelte Wut des Hass erfüllten Türken Can, und als genauso hilflos in ihrer Weltfremdheit erweist sich auch die Liberalität des österreichischen Vaters Simon.

Von Max Eipp
Österreichische Erstaufführung
Künstlerische Gesamtleitung und Regie: Ricky May-Wolsdorff
Es spielt das Ensemble des european grouptheater - jugendtheatercompany
Eine Produktion unter der Schirmherrschaft der UNESCO

Der Anführer einer österreichisch-türkischen Jugendgang schikaniert den Sohn eines angehenden Universitätsprofessors. Dieser mischt sich gegen den Willen seines Sohnes ein, zunächst mit einem Gespräch mit dem Betreffenden, dann mit dessen Vater, schließlich mit einer Anzeige wegen Drogenhandels, die die Verstoßung des jungen Österreichtürken aus seiner Familie nach sich zieht. Es entsteht eine explosive Mischung aus Wut, Demütigung und Ohnmacht. Mit eskalierender Brutalität wird die Familie des Universitätsprofessors tyrannisiert, dessen Sohn zunehmend von seinem Peiniger fasziniert und seinem Vater angewidert ist, bis der am Ende in einem Gewaltausbruch den Türken tötet.

Die beiden Kulturen verstehen einander nicht. Wenn die jeweils erwartete Reaktion nicht kommt, weil die anderen eine andere Art der Kommunikation gewohnt sind, entsteht Wut. Es geht auch um männliche Strukturen. Aus der Macht bzw. Ohnmacht einerseits und Demütigungen andererseits entsteht ein explosives Potenzial, das letztlich im Laufe des Stückes bis zum Mord eskaliert.
Das Stück beinhaltet sowohl Unterschiede in Kultur als auch in der Gesellschaftsschicht.

Details zur Spielstätte:
Hofgasse 11, A-8010 Graz

Veranstaltungsvorschau: Wut - Schauspielhaus Graz - Haus EINS

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