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Foto: Maria Fedetova


Nachtvögel - Von schwarzen Amseln, grünen Finken und verliebten Nachtigallen

4. Aug. 2010
Auf dem Programm: Texte von Shaw, Ronsard, Pellegrin, Messiaen, Shakespeare, Andersen u.a. und Werke von Bach, Roussel, Messiaen, Honegger, Vasks, Debussy u.a. Mit Michael Dangl - Rezitation und Maria Fedetova - Flöte.

Michael Dangl:
Spielte schon mit vier Jahren bei der Theatergruppe „Karawane Salzburg“ seiner Eltern. Noch während der Schulzeit wirkte er als Schauspieler wie als Regieassistent u.a. von Oscar Fritz Schuh. Mit 18 Jahren engagierte ihn Lutz Hochstraate an das Salzburger Landestheater, nach drei Jahren wechselte er an das Stadttheater Koblenz. 1993/94 spielte Michael Dangl am Kölner Schauspiel unter Günter Krämer. Von 1994-98 lebte Dangl in Hamburg und spielte am Theater im Zimmer sowie am Altonaer Theater. Daneben arbeitete er für die Festspiele in Salzburg, Feuchtwangen, Mayen, Heppenheim und Neersen.
Seit 1998 ist Michael Dangl Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Zu seinen vielen großen Rollen dort zählt der „Figaro“, „Stani“, „Jupiter“ („Amphitryon“, Kleist), Christian Buddenbrook in Herbert Föttingers gefeierter Inszenierung und Dr. Rank in Karlheinz Hackls „Nora“. In Gabriel Baryllis Regie seines Stücks „Butterbrot“ spielt er zusammen mit Alfons Haider und Martin Zauner. Im Dezember 2009 wird es eine Fortsetzung des Erfolgsstücks „Besuch bei Mr Green“ mit Fritz Muliar geben.
Seit 2000 arbeitet Dangl jährlich bei den Festspielen Reichenau, 2009 als WAGIN in Gorkis „Kinder der Sonne“ mit Regina Fritsch und Peter Matic.
Er gestaltete viele eigene Rezitationsprogramme und arbeitet kontinuierlich mit Gidon Kremer bei dessen Kammermusikfest in Lockenhaus. Bislang gab es gemeinsame Konzerte zu Schostakowitsch, Mozart, Beethoven, Bartók, Messiaen und Prokofjev. Er war Sprecher in den bejubelten Aufführungen von „Peter und der Wolf“ sowie Beethovens „Egmont“ mit der Kremerata Baltica unter Iván Fischer mit Ildiko Raimondi. Mit Paul Gulda erarbeitete er ein Joseph-Roth-Programm.
Außer TV und Hörfunk schreibt Michael Dangl, zuletzt zusammen mit Christa und Agilo Dangl das Theaterstück „Denn das Glück ist immer da“ (Thomas-Sessler-Verlag). Bei den Festwochen Gmunden las er 2005 im Bernhard-Haus in Ohlsdorf Thomas Bernhards „Verstörung“, 2006 Rainer Maria Rilke sowie einen Abend mit Fritz Muliar, 2007 Peter Handkes „Don Juan“ und 2008 „Alla Casanova!“ mit Maria Fedotova.

Maria Fedotova:
Tochter einer Musikerfamilie, erstes Solokonzert mit sieben Jahren (Kammerorchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg). Studien am St. Petersburger Konservatorium bei Alexandra Vavilina-Mravinskaya.
Mit 19 Jahren wurde sie erste Soloflötistin des Tschaikowski-Symphonieorchesters Moskau (Chefdirigent: Vladimir Fedossejev) und kombiniert seither die Arbeit im Orchester mit ihrer Solistentätigkeit auf der ganzen Welt. Sie arbeitete unter anderem mit Künstlern wie Gidon Kremer, Jury Bashmet, Tatiana Grindenko, Michala Petri und Naoko Yoshino zusammen und trat als Solistin in den berühmtesten Konzertsälen in Europa, Südamerika und Ostasien auf, wie bei internationalen Festivals (Salzburg, Verbier, Paris, Gstaad, St. Moritz, Moskau, Menton, u.v.a.).
Erfahrung sowohl mit der Aufführung alter Musik auf authentischen Instrumenten als auch mit Neuer Musik. Russische und europäische Erstaufführungen u.a. von Leonard Bernstein, Elliott Carter, Toru Takemitsu, Christopher Rouse und Giya Kancheli. Ihr breites Repertoire erstreckt sich von den Klassikern bis zu Avantgarde, Free Jazz und Multimediaprojekten. Mit der Moskauer Künstlerin Olga Kumeger erarbeitete sie Theaterstücke mit Musikern, Tänzern und Schauspielern.
Mit Gidon Kremer spielte sie bei den Salzburger wie den Bregenzer Festspielen, auf der Welt-Tournee der Piazzolla-Oper „Maria de Buenos Aires“ (CD) sowie kontinuierlich bei seinen Festivals in Basel und Lockenhaus.
Als Solistin trat sie auch im Wiener Musikverein auf; im März 2009 spielte sie im Arnold-Schönberg-Center, Wien, ein Konzert mit eigens für sie komponierten Flötenquartetten österreichischer Komponisten.
Bei den Festwochen Gmunden spielte sie 2006 mit Tatjana Grindenko im Stadttheater sowie 2008 mit Michael Dangl in der Villa Lanna „ALLA CASANOVA!“

Zu ihren eigenen CD-Produtionen gehören Mozarts Flötenquartette mit Tatjana Grindenko (2007) .
Maria Fedotova übernimmt die musikalische Leitung in Herbert Föttingers Uraufführung von „Lola-Der blaue Engel“ am Theater in der Josefstadt mit Erwin Steinhauer, Premiere Bregenzer Festspiele August 2009.

Details zur Spielstätte:
Orth 1, A-4810 Gmunden
Im Rahmen des Festivals:
Salzkammergut Festwochen Gmunden

Veranstaltungsvorschau: Nachtvögel - Von schwarzen Amseln, grünen Finken und verliebten Nachtigallen - Seeschloss Orth

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