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Patricia Kopachinskaja und Fazıl Say © Marco BorggreveKent Nagano © Wilfried HoeslGidon Kremer © Klaus RudolphI MuvriniKurhaus Meran bei Nacht

Ein Musikfest – nicht nur für Klassikfreunde

Mit einem hochkarätig besetzten Jubiläumsprogramm feiern die Meraner Musikwochen ihr 25-jähriges Bestehen.
Freiheitsstraße 45, INT-39012 Meran

Im Stadttheater hat vor 25 Jahren alles begonnen. Dort wurden 1986 die ersten Meraner Musikwochen als Beitrag zur 150-Jahr-Feier der Kurstadt eröffnet. Der hohe Anspruch, nur die besten Künstler in die Kurstadt zu holen, bestimmte das Programmangebot der Meraner Musikwochen auch nach dem Umzug in den restaurierten Kursaal im Herbst 1989. In den folgenden Jahren traten auf der Kursaalbühne mit dem City of Birmingham Orchestra, dem Russian National Orchestra oder dem Israel Philharmonic Orchestra regelmäßig die besten Klangkörper der Welt auf. Seit 1990 ist das Nachtkonzert eine feste Einrichtung der Musikwochen. Nachtkonzerte gaben so unterschiedliche Künstler wie der „König des Klezmer“, Giora Feidman, die Jazzlegende Joe Zawinul, der Violinist Gidon Kremer, der Exzentriker Friedrich Gulda oder das Stimmwunder Bobby McFerrin. Die Nachtkonzerte zeigen ebenso wie die erfolgreichen „Nebenreihen“ „Colours of Music“ und „Matinée Classique“, dass die Meraner Musikwochen mehr sind als ein traditionelles Klassikfestival. In Meran kommen schließlich auch Jazzfans und Liebhaber wertvoller Kammermusik auf ihre Kosten.
Am 24. August eröffnet The Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst, der 2011 auch das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker leiten wird, das Festival. Am 3. September gastiert das Royal Philharmonic Orchestra London unter Pinchas Zukerman im Kursaal, am 6. September spielen dort die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker. Artist-in-Residence ist der Pianist Fazıl Say, der in diesem Herbst viermal mit einem eigenen Projekt in Meran zu hören ist: am 14. und 16. September mit dem Luzerner Sinfonieorchester unter Jan Latham König und mit der Violinistin Patricia Kopachinskaja, am 15. September im Rahmen einer „Türkischen Nacht“ mit „Freunden“ wie dem Weltmusiker Burhan Öçal und am 18. September in der Reihe „Matinée Classique“ ebenfalls mit Patricia Kopachinskaja. Am 20. September spielt in Meran das Bayerische Staatsorchester unter Kent Nagano. Am 24. September tritt im Kursaal Gidon Kremers Kremerata Baltica auf, am 27. September schließt das Gothenburg Symphony Orchestra unter Christian Zacharias (Solistin: Solveig Kringelborn, Sopran) die 25. Ausgabe der Meraner Musikwochen mit den Vier letzten Liedern von Richard Strauss und Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4 ab.
Höhepunkt der Reihe „Colours of Music“ ist am 26. August ein Open-Air-Konzert auf dem Thermenplatz mit anschließendem Feuerwerk. Dort musiziert das derzeit populärste Ensemble Korsikas, I Muvrini. Benannt nach den wilden Schafen der korsischen Berge, wurde die Gruppe von den Brüdern Jean-François und Alain Bernardini in den 70er-Jahren gegründet. Seither haben I Muvrini die Öffnung der korsischen Volksmusik zum Pop am konsequentesten umgesetzt. Pop und Ethnomusik, Jazz und Klassik: ein vielseitiges Programm also. Mit anderen Worten: Die „Wohlfühloase“ und Thermenstadt Meran mit ihrem mediterranen Flair ist im Herbst wieder einmal eine Reise wert.

Informationen
24. August bis 27. September 2010
Informationen und Karten:
Meraner-Musikwochen-Ticketbüro
Freiheitsstraße 29, I-39012 Meran
Tel. (+39-04 73) 21 25 20, 21 23 70
office@meranofestival.com
www.meranofestival.com

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