SIMsKultur Online

Burg Reichenau_01Plakat_Alte_Dame_oT DruckSuperHenne_420x594 oT Druck

Dürrenmatt im Herzen des Mühlviertels

In diesem Sommer ist es wieder so weit: Die Burgruine in Reichenau im Mühlkreis wird wieder Kulisse für viele theaterbegeisterte Besucher.

, A-4204 Haibach im Mühlkreis

Die Burgfestspiele Reichenau gehen mit ­einem neuen Regisseur in die Spielsaison 2011. Gerhard Koller übernimmt ab sofort die schauspielerische Leitung der Burgfestspiele. Mit Friedrich Dürrenmatts Der Besuch der alten Dame inszeniert der Altenberger Theaterfachmann eine tragische Komödie aus dem Jahr 1956. Sie spielt in der Kleinstadt Güllen in der Nähe der deutsch-schweizerischen Grenze. Die Geschichte handelt von der Milliardärin Claire Zachanassian, die in ihren Heimatort zurückkehrt, um Rache zu nehmen: Es sind die 50er-Jahre, die Zeit des „deutschen Wirtschaftswunders“ – doch ein kleines Städtchen namens Güllen wurde scheinbar vom allgemeinen Aufschwung vergessen. Der heruntergekommene Ort kämpft mit seiner Armut, als sich ein hoher Gast ankündigt. Claire Zachanassian, die urspünglich aus Güllen stammende und mittlerweile sehr wohlhabende alte Dame, stattet gemeinsam mit ihrem siebten Ehemann und ihrem Gefolge einen Besuch ab. In der Hoffnung auf ihre finanzielle Unterstützung halten die Bewohner Güllens einen großen Empfang für die Heimgekehrte ab, bei dem natürlich auch ihre Jugendliebe Alfred Ill zugegen ist. Und tatsächlich: Die Multimillionärin bietet der Stadt einen unvorstellbaren Betrag an, allerdings unter einer Bedingung: Für eine Milliarde will sie die Gerechtigkeit kaufen. 45 Jahre nach ihrer Vertreibung unterbreitet sie den auf diese Weise für Korruption und finanzielle Strohhalme besonders empfänglich gewordenen Güllenern ein ebenso verlockendes wie unmoralisches Angebot: „Eine Milliarde für Güllen, wenn jemand Alfred Ill tötet.“ Und so beginnt die Jagd …

Friedrich Dürrenmatt zeigt auf groteske Weise, dass Geld die Welt regiert. Ohne den Zeigefinger zu heben entlarvt er die Verlogenheit der bürgerlichen Moral.

Premiere: 14. Juli 2011, 19.30 Uhr;

Folgetermine: 15., 16., 21., 22., 23., 28., 29. und 30. Juli, 4., 5. und 6. August 2011, 20.30 Uhr



Superhenne Hanna

Auch Kinder und Jugendliche kommen nicht zu kurz: In einer Inszenierung von Andrea Schnitt wird Felix Mitterers bezauberndes Theaterstück Superhenne Hanna aufgeführt.

Die Superhenne Hanna ist eine außergewöhnliche Henne: Sie ist 99 Jahre alt. Sie kann besser krähen als jeder Hahn. Sie versteht und spricht die Sprache aller Tiere und die der Menschen. Sie lebt glücklich auf einem Bauernhof. Diese Superhenne Hanna entdeckt, dass unweit von ihrem Bauernhof andere Hennen viel weniger Glück haben. Diese müssen in einer Halle ohne natürliches Licht, ohne ausreichend Platz vor sich hin vegetieren. Aber das lässt sich die Superhenne nicht gefallen! Sie holt ihre Freunde zu Hilfe: Die Bauerstochter Theresa und der Fuchs Bartl werden ihre engsten Verbündeten im Kampf gegen den bösen Bauunternehmer Klotzinger, der die Legehennenfabrik betreibt. Hanna schafft es, die verschreckten Hühner zu befreien, und sie bringt den bösen Klotzinger am Ende dazu, ihnen ein schönes Zuhause zu schaffen.

Premiere: 19. Juli 2011, 19 Uhr;

Folgetermine: 20., 24., 26., 27. und 31. Juli,

1., 2. und 3. August 2011, 19 Uhr

Informationen

Verein Burgfestspiele Reichenau

Tel. +43 (0) 680/312 55 76

office@burgfestspiele.at

www.burgfestspiele.at

Leserkommentare

Zum Kommentieren kostenfrei registrieren oder anmelden.