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Gelebte Kultur

Durch subtile Werkauswahl und die Aufführungen von Operetten in ihren Original­fassungen mit zeitgemäßer Interpretation wurden die Operettenfestspiele Bad Hall mit kontinuierlicher Aufbauarbeit zu dem, was sie heute sind – ein in Österreich und über die Grenzen hinaus kulturell anerkanntes Ereignis mit en suite ausverkauften Vorstellungen.

Steyrerstraße 7, A-4540 Bad Hall

„Eine Vision ist eine wirklichkeitsnahe Vorstellung der gewünschten Zukunft“, sagt Hans Peter Holnsteiner, der kulturelle Veranstaltungsmanager des ober­österreichischen Bad Hall. Und weiter meint er: „Von einer Vision begeistert zu sein ist wohl eines der ältesten, natürlichsten und grundsätzlichen Prinzi­pien, mit denen Menschen sich selbst und andere begeistern und führen.“ Aber keine Angst vor (so viel) geistvoller Theorie! Hans Peter Holnsteiner ist kein abgehobener Theoretiker, sondern ein Mann der Tat. Das beweist er in seiner Funk­tion als Veranstaltungsmanager der Stadt Bad Hall seit 1990 auf eindrucksvollste Art und Weise.

Die Erfahrungen, die er dabei gesammelt hat, sind das eine Standbein seines nunmehr über 20-jährigen erfolgreichen Wirkens in der und für die Kultur, seine unbändige Lust an der Sache das andere.

Die Eigenproduktionen, für die bei den Operetten Prof. Wilhelm Schupp und beim Musical Prof. Thomas Kerbl verantwortlich sind, folgen auf der künstlerischen Ebene einem mittlerweile erprobten, klaren Konzept. Modern, ohne modernistisch zu sein, ohne die Tradi­tion der jeweiligen Werke zu zerstören und, selbstredend, von größtmöglicher künstlerischer Qualität. Das eigene Orchester, so Holnsteiner, dessen Mitglieder jährlich einzeln engagiert werden, besteht zum größten Teil aus Musikern, die „Jahr für Jahr wiederkommen. Dadurch werden neue Mitglieder mehr oder weniger problemlos integriert, und der harmonische Klang bleibt erhalten.“ Worüber sich der Manager naturgemäß freut: „Praktisch alle Künstler, die einmal bei uns waren, kommen gern wieder.“

Auf der jetzigen kulturellen Realität in Bad Hall aufbauend, hat Holnsteiner in Übereinstimmung mit den Bürgern und Gemeindevertretern Zieldarstellungen bis 2020 parat: „Die Vermarktung Bad Halls als Kultur- und Wellnessort mit außergewöhnlichem Flair, die Weiterführung der Operetten- und Musicalfestspiele, Etablierung als Kabarettstandort, der Um- beziehungsweise Zubau des Theaters. Verstärkt – was ja schon passiert – große nationale und internationale Künstler vor Ort zu präsentieren und einiges mehr.“

„Meine Vision ist eine gelebte Kultur in ­einer pulsierenden Kleinstadt inmitten des Städtedreiecks Linz, Wels und Steyr. Ein Theaterbetrieb, in dem sich Publikum, Künstler und Kulturschaffende gleichermaßen wohlfühlen.“ Wie Holnsteiner das andenkt, drückt er mit einem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry treffend aus: „Wenn du ein Schiff ­bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, die Holz beschaffen, Werkzeuge vorbereiten, Holz bearbeiten und zusammenfügen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, unendlichen Meer!“

Stadttheater 2011

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen von Operette, Musical, Kabarett und Theater. Im Sommer steht die Operette Wiener Blut von Franz Lehár auf dem Spielplan (bis 6. August), und im Herbst kommt das Musical Rocky Horror Show von Richard O’Brien zur Aufführung (8. Oktober bis 11. November). Am 3. September steigt ein lustiger Abend, an dem die Lei Drei, eine Kabarettgruppe aus Kärnten, ihr Programm präsentieren, und am 10. September geben Die Herr…lichen Damen ihr Programm Letz Go Crazy zum Besten. Am 17. September folgen Die Männer mit Gentlemania, und Klaus Niederhuber unterhält mit Oldies – The very Best of Frank Sinatra – am 24. September das Publikum. Viktor Gernot and his Best Friends werden das Bad Haller Kulturjahr abrunden.

Informationen & Karten

Bürgerservicebüro

Tel. +43 (0) 72 58/77 55-0

Tourismusverband Bad Hall-Kremsmünster

Tel. +43 (0) 72 58/72 00-13

kultur@bad-hall.ooe.gv.at

www.bad-hall.ooe.gv.at

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