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Gelungenes Volkstheater

Das muss klug und unterhaltsam sein, verständlich und einfach und ist im besten Fall Unterhaltung, die nicht unten hält. Das ist wieder das Bestreben der Volksschauspiele Telfs für dieses Jahr.

Untermarkt 5, A-6410 Telfs

Die Räuber von Friedrich Schiller

Brisant wie vor 200 Jahren: Schillers Erstling war ein Faustschlag ins Gesicht der deutschen Fürsten, wofür sie sich mit zwei Wochen Kerkerhaft bedankten. Das Rezept „Je skrupelloser, desto erfolgreicher“ hat Folgen. Franz von Moor erwirkt durch Betrug an seinem vom Vater bevorzugten Bruder Karl dessen Enterbung und Verbannung, um Herr des Hauses Moor zu werden. Gekränkt und empört über seine unrechtmäßige Verstoßung, treibt es Karl erst in die Gesetzlosigkeit, und schließlich wird er Hauptmann einer brennend und mordend durchs Land ziehenden Räuberbande.

Das Hosp’n-Haus im Zentrum von Telfs wird zum Schlachtfeld für den Kampf der ungleichen Brüder um ihren Platz in der Welt. Denn doppeltes Unrecht ist noch lange kein Recht. Freilicht.

 

Ambrosia von Roland Schimmelpfennig

Untergänge sind von außen betrachtet eine Komödie: Roland Schimmelpfennigs zeitgenössisches Stück ist ein Seismograf des Zeitgeists. Im exemplarischen Verlauf einer Party tauchen die Köpfe von Konkurs und Krankheit auf, die Dämonen des im Alltag Verdrängten. Die Götterspeise Ambrosia ist Chablis und Gin Tonic, die Gespräche sind animiert, die Gäste illuminiert, aber die Einbrüche im dünnen Eis des Witzes häufen sich, als hörte man im Hintergrund das Gelächter Pans über das wichtigtuerisch selbst fabrizierte Unglück unserer Zeit. Ein Satyrspiel im Kranewitterstadl.

Mannsbilder: ein Public Viewing

Der Männergesangsverein und die Tiroler Volksschauspiele machen erstmals gemeinsame Sache. Wir fassen eines der heißesten Eisen unserer Zeit an und fragen: Ist ein artgerechtes Leben als Mann heutzutage überhaupt noch möglich beziehungsweise überhaupt legal? Mithilfe von bekanntem Liedgut und -ungut werden die längst bühnenreifen Probleme des modernen Mannes leichter erträglich. Ein musikalisch-szenischer Abend auf dem Eduard-Wallnöfer-Platz. Politisch unkorrekt, sexy – eben männlich!

 

Der Raub der Sabinerinnen



von Franz und Paul Schönthan

Direkt vom Berliner Kurfürstendamm nach Telfs kommt dieser Gruß zum 30er der Volksschauspiele. Die hinreißende Komödie um die Jugendsünde des liebenswürdig-zerstreuten Gymnasialprofessors Gollwitz und den legendär gewordenen Schmierentheaterdirektor Striese. Die Jugendsünde ist die vom Professor als Student verfasste ­Römertragödie Der Raub der Sabinerinnen, von der sich Striese nun ein volles Haus erhofft. Jedoch überfordert das Werk die Leistungsfähigkeit seines Kunstinstituts, und trotz seiner schier unerschöpflichen Improvisationsgabe droht das Unternehmen ein Desaster zu werden. Eine sprühend komische Inszenierung mit Katharina und Anna Thalbach und Markus Völlenklee. Im großen Rathaussaal.

Magic Afternoon von Wolfgang Bauer

Junges Theater in Telfs: Das Ensemble der Theatergruppe Jugendland-Künstlerjugend gibt ein Gastspiel in Telfs. Im Zuge einer tirolweiten Ausschreibung wurden Jugendliche mit schauspielerischem Talent gesucht. Von den zahlreichen Bewerbern wurden vier ausgewählt, um unter profes­sioneller Anleitung ein zeitgenössisches Stück zu erarbeiten. Wir freuen uns, die jungen Talente und ihre Arbeit im Rahmen der Tiroler Volksschauspiele zu präsentieren. Im kleinen Rathaussaal.

22. Juli bis 31. August 2011

Informationen

Büro Tiroler Volksschauspiele Telfs

Gemeindeamt Telfs, Untermarkt 5, A-6410 Telfs

Karten-Hotline: Tel. +43 (0) 52 62/62 0 13

tiroler-volksschauspiele@telfs.com

www.volksschauspiele.at

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