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Das Land der Sammler macht seinem Namen alle Ehre

Die 9. art KARLSRUHE ging mit Bestmarken zu Ende.

Messeallee 1, D-76287 Rheinstetten

Über 48 000 Besucher zählte die art KARLSRUHE 2012. Umsätze in Millionenhöhe, hochkarätige Exponate sowie ein fachkundiges Publikum prägten die neunte Ausgabe der internationalen Kunstmesse. Der Kunstfreund und Laudator Björn Engholm hatte in seiner feinsinnigen Eröffnungsrede vom Land der Sammler geschwärmt. Die Zahlen der art KARLSRUHE bestätigen das eindrucksvoll. „Es ist uns ein weiteres Mal gelungen, neue Käuferkreise zu erschließen“, freute sich Messechefin Britta Wirtz. „Un-ser Motto ‚Sehen und Sammeln‘ ist aufs Schönste bestätigt worden“, bilanzierte Kurator Ewald Karl Schrade. „Die großzügige Messearchitektur mit ihren säulenfreien und lichtdurchfluteten Hallen bietet der Kunst reichlich Raum und ermöglicht starke Seherlebnisse. Das wird honoriert und schlägt sich nicht nur in erfreulichen Besucherzahlen nieder, sondern auch in den vielen erfolgreichen Abschlüssen.“

Das positive Ergebnis zeichnete sich bereits während der Preview und des Eröffnungsabends ab. Die Verkäufe der Galerie Schlichtenmaier, Stuttgart, durchbrachen bereits am zweiten Messetag die Millionengrenze. „Wir haben hier jeden Tag stetig zugelegt“, strahlte Bert Schlichtenmaier, der beispielsweise Werke von Emil Schumacher, Horst Antes, K. O. Götz, Erich Hauser oder Jürgen Brodwolf verkaufen konnte. Wie gewohnt stark vertreten war die klassische Moderne. Die Galerie Valentien, Stuttgart, freute sich früh über den Verkauf eines Werks von Willi Baumeister um 280 000 Euro. Und Marianne Hennemann konnte mit K. O. Götz überzeugen. „Ich habe viel Lob und Komplimente für die Präsentation bekommen. Und die Kasse stimmt auch“, bilanzierte die Galeristin aus Königswinter. Zufriedene Gesichter gab es zudem an den Ständen von Hans Maulberger, München/Düsseldorf, Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern und Thole Rotermund, Hamburg.

Auch im Bereich der etablierten Gegenwartskunst konnte die art KARLSRUHE punkten. „Nun bin ich von Beginn an ­dabei“, sagte Dorothea van der Koelen, Mainz/Venedig, „aber das ist definitiv meine beste Karlsruher Messe, und da ist das Nachmessegeschäft noch gar nicht eingerechnet.“ Besonders freute sie sich über die Verkäufe eines Werks von François Morellet aus den 1970er-Jahren für 100 000 ­Euro und diverser Arbeiten von Lore Bert, Heinz Gappmayr und Günther Uecker sowie ­einer großen Skulptur von Martin Willing für 28 000 Euro. Erfreulich auch die positive Entwicklung im Bereich jüngerer Gegenwartskunst. Karlheinz Meyer, Karls­ruhe, hatte unter anderem Werke von Tal R, Thomas Zipp und Jonathan Meese am Stand. Klaus Gerrit Friese, Stuttgart, überzeugte mit seiner One-Artist-Show – Tatjana Doll gewidmet – nicht nur zahlreiche Besucher, sondern auch die Fachjury des art-KARLSRUHE-Preises. Der Galerist freute sich gemeinsam mit seiner Künstlerin über 15 000 Euro.

Als absolute Attraktionen hatten sich auch die beiden Sonderschauen der art KARLSRUHE erwiesen. Mit Werken aus den Sammlungen Marli Hoppe-Ritter und Gunter Sachs waren zwei Positionen der Kunstgeschichte zu sehen, die kaum gegensätzlicher sein konnten, etwa die Hommage an das Quadrat von Josef Albers und die knalligen Pop-Art-Werke Andy Warhols. Für Letztere begeisterte sich auch Günther Netzer, der als langjähriger Freund der Familie gemeinsam mit Rolf Sachs durch die Messe bummelte.

Die 10. art KARLSRUHE findet vom 7. bis 10. März 2013 statt