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Leben im Vierkanthof – wo Bauern und Mönche beten und arbeiten

Die bäuerliche Arbeit einerseits und die mönchische Spiritualität andererseits sind die Kernthemen, welche die Ausstellungen im Stift Seitenstetten und im Sumerauerhof in Sankt Florian 2012 zeigen.

Präsentiert werden die Themen in zwei der schönsten Regionen Österreichs: dem Traunviertel und dem Mostviertel. Ausgefallene und noch nie gezeigte Kunstwerke von unschätzbarem Wert stehen neben einfachen bäuerlichen Alltagsgegenständen. Mit zahlreichen Dokumenten wird das Alltagsleben im Kloster wie auch auf dem bäuerlichen Vierkanthof dargestellt – mit allen Höhen und Tiefen und auch mit allen ganz menschlichen Geschichten, die das „Leben im Vierkanthof“ bei Mönchen und Bauern so schrieb.

 

Stift Seitenstetten

Mit einem Rückblick auf eine aufregende Geschichte und mit genussvollen Festen feiert das Stift Seitenstetten an der Moststraße sein 900-jähriges Bestehen. Eingebettet in die mit Birnbäumen üppig bestückte, hügelige Mostviertler Landschaft, prägt das Kloster seit Jahrhunderten Menschen, Natur und Kultur. Interessante Einblicke gibt die Ausstellung Leben im Vierkanthof – wo Bauern und Mönche beten und arbeiten, die das Stift Seitenstetten anlässlich seines 900-Jahre-Jubiläums bis 4. November 2012 zeigt.

Kernthemen der Ausstellung sind die bäuer­liche Arbeit und die mönchische Spiritua­lität. Wie haben die Mönche das einst wilde Land urbar gemacht? Wie intensiv strahlten Kunst und Bildung auf die Region aus? Wie haben bäuerliche Kultur, Kulinarik und Tradition das Klosterleben geprägt?

Thematisiert wird auch die Entwicklung des Vierkanters, einer Gehöftform, die vor allem für das östliche Oberösterreich und das westliche Mostviertel typisch ist. Selten öffnet das Stift Seitenstetten seine Tore zu seiner Schatzkammer, dem wertvollen Sommerrefektorium und der Bibliothek. Neben diesen selten zu bewundernden Schätzen zeigt die Schau den über Jahrhunderte fruchtbaren Einfluss der Wissensvermittlung auf das bäuerliche Umland.


Freilichtmuseum Sumerauerhof

Kaum ein Ort eignet sich für diese Ausstellung, die der oberösterreichische Teil des länderübergreifenden Projekts Leben im Vierkanthof gemeinsam mit dem Stift Seitenstetten ist, so gut wie das Freilicht­museum Sumerauerhof bei Sankt Florian, denn es handelt sich um einen der ansehnlichsten Vierkanthöfe des oberösterreichischen Zentralraums. Hier erhält man nicht nur einen Einblick in die Funktionen und Abläufe eines Wirtschaftsbetriebs, sondern auch in die bürgerliche Wohnsituation und die Vielfalt der Möbelkunst in Oberösterreich.

Die zusätzliche Sonderausstellung Leben im Vierkanthof thematisiert die Entwicklung dieser Gehöftform, welche die Beckenlagen des Mühlviertels, aber vor allem den oberösterreichischen Zentralraum und das benachbarte Mostviertel bis Ybbs prägt.

Pläne und historische Fotos zeigen die ­eindrucksvollen Vierkanthöfe und deren prunkvolle Ausstattung mit Granittoren und -türen, aufwendigen Fassadengestaltungen und sogar stuckierten Decken. Besonderes Augenmerk wird aber auf die Nutzung und das Leben in einem Vierkanthof heute gelegt, wo die wirtschaftliche Notwendigkeit von großen Flächen weggefallen ist und die Größe der Höfe zu einer Herausforderung wird, mit der sehr unterschiedlich umgegangen wird.

Informationen

Stift Seitenstetten

Am Klosterberg 1, A-3353 Seitenstetten

bis 4. November 2012

Tel. +43 (0) 74 77/42 3 00-0

kultur@stift-seitenstetten.at


Freilichtmuseum Sumerauerhof Sankt Florian

Samesleiten 15, A-4490 Sankt Florian

bis 31. Oktober 2012

Di–So 10–12 und 13–17 Uhr

Tel. +43 (0) 72 24/80 31

sumerauerhof@landesmuseum.at


www.lebenimvierkanthof.at

www.sumerauerhof.at