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Meßkirch – sehen und erleben

Das Städtchen Meßkirch liegt, umgeben von einer reizvollen Landschaft, zwischen Bodensee und Donautal, direkt an der Westroute der Oberschwäbischen Barockstraße.

Vor mehr als 1000 Jahren wurde die Stadt Meßkirch erstmals urkundlich erwähnt und war über 800 Jahre lang die Residenzstadt mächtiger Adelsgeschlechter. Bereits von Weitem wird das Stadtbild Meßkirchs durch das Renaissanceschloss der Grafen von Zimmern und die Barockkirche Sankt Martin geprägt.
Die Stadtpfarrkirche Sankt Martin wurde von 1526 bis 1528 als gotische Kirche erbaut und von 1769 bis 1773 barockisiert. Heute gilt sie als die letzte große Spätrokokokirche Oberschwabens. Das Dreikönigsbild des Meisters von Meßkirch, die Bronzeepitaphe der Grafen von Zimmern sowie die Nepomukkapelle sind hier besonders sehenswert.
Vom Kirchplatz gelangt man über eine kleine Treppe in die spätmittelalterliche Altstadt von Meßkirch. Neben dem historischen Rathaus prägen auch zahlreiche Fachwerkhäuser die Stadtmitte und verleihen dem Städtchen einen einzigartigen Charme. Den Beinamen „badischer Geniewinkel“ verdankt die Stadt ihren bedeutenden Söhnen, wie dem Philosophen Martin Heidegger, dem Komponisten Conradin Kreutzer, dem Schriftsteller Anton Gabele und vielen mehr.

Schloss Meßkirch

Das Schloss Meßkirch wurde 1557 als erste regelmäßige Vierflügelanlage der Renaissance nördlich der Alpen durch die Grafen von Zimmern erbaut. Im Inneren des Schlosses befindet sich ein prächtiger Saal, der als der älteste Renaissancesaal Deutschlands gilt. Heute bieten die Räumlichkeiten im Schloss einen idealen Rahmen für Veranstaltungen der verschiedensten Art. Im Südflügel des Schlosses wurden ein Museum über den Philosophen Martin Heidegger (1889–1976) sowie eine Kunstgalerie des Landkreises Sigmaringen eingerichtet. Auch das in der Schlossremise untergebrachte Oldtimermuseum lädt zu einem Besuch ein.
Die Kreisgalerie im Schloss Meßkirch bietet Kunstinteressierten eine Dauerausstellung mit ausgewählten Werken aus der Kunstsammlung des Landkreises Sigmaringen von der gotischen Plastik über barocke Altartafelbilder bis zu Werken zeitgenössischer Kunstschaffender sowie mehrmals im Jahr wechselnde Sonderausstellungen. Vom 15. Juli bis 16. September wird die Ausstellung Mäzene, Sammler und Chronisten: Die Grafen von Zimmern und die Kultur des schwäbischen Adels dort zu sehen sein.


Mäzene, Sammler und Chronisten:

Die Grafen von Zimmern und die Kultur des schwäbischen Adels

Die Grafen von Zimmern haben Geschichte geschrieben: Das Adelsgeschlecht der Grafen von Zimmern, dessen Herrschaftsmittelpunkte in Meßkirch, an der oberen Donau sowie am oberen Neckar lagen, hat im Zeitalter des Humanismus und der Renaissance im wörtlichen und im übertragenen Sinn Geschichte geschrieben. Die Mäzene, Sammler und Chronisten haben der Nachwelt ein kulturelles Erbe von unschätzbarem Wert hinterlassen. In der historischen Ausstellung, die von den Landkreisen Rottweil und Sigmaringen in Verbindung mit der Gesellschaft Oberschwaben ausgerichtet wird, werden die kulturellen Leistungen des schwäbischen Adels in den Blickpunkt gerückt. Zu sehen sind einzigartige Geschichtszeugnisse und Kunstwerke aus dem Umkreis der Grafen von Zimmern.

15. Juli bis 16. September 2012, Kreisgalerie Meßkirch


30. September bis 2. Dezember 2012
Dominikanermuseum Rottweil, Meßkirch | Schloss Meßkirch

Informationen

Kreisgalerie Schloss Meßkirch

Kirchstraße 7, D-88605 Meßkirch

Tel. +49 (0) 75 75/20 6 46 oder 75 71/102-1141

Di–So 10–17 Uhr

www.grafen-von-zimmern.de

www.schloss-messkirch.de