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Die Shaolin-MöncheDie Shaolin-MöncheDie Shaolin-MöncheVom Drachentanz bis zum Fest der MondfeeVom Drachentanz bis zum Fest der Mondfee

Die Shaolin-Mönche & Vom Drachentanz bis zum Fest der Mondfee

2014 präsentiert die Kunsthalle Leoben wieder zwei überaus interessante Ausstellungen. Auch wenn es sich dabei nicht um kulturhistorische Großausstellungen wie in den vergangenen Jahren handelt, ist es der Stadt Leoben einmal mehr gelungen, zwei überaus qualitätvolle Schauen zu präsentieren.

Die Shaolin-Mönche
Zum ersten Mal hatten zwei Europäer die Möglichkeit, die Mönche des legendären Shaolin-Klosters in China hautnah in ihrem alltäglichen Leben ganz privat zu beobachten. Großformatige und ungewöhnlich nahe Aufnahmen der Mannheimer Fotografin Sabine Kress zeigen eindrucksvolle Szenen aus dem Alltag der buddhis­tischen Mönche. Ihre Eindrücke dokumentiert sie in äußerst einfühlsamen und intensiven Fotografien. Gemeinsam mit dem Journalisten Felix Kurz erlebte sie wochenlang den Alltag der Mönche in ­einem chinesischen Shaolin-Tempel. Es entstanden Werke, die dem Betrachter den Ablauf des Klosterlebens mit seinen Ritualen ebenso näherbringen wie die Selbstverständlichkeit sehr individueller, in sich gekehrter Persönlichkeiten und ihres Wirkens an diesem traditionsreichen Ort in der Provinz Henan.
Die Ausstellung zeigt eine konzentrierte Auswahl dieser Fotoarbeiten mit individuel­len Biografien und aus verschiedenen Lebensstadien in beeindruckenden Nahaufnahmen. Jedes Foto erzählt eindrucksvoll eine eigene Geschichte: Es zeigt die buddhistischen Mönche bei der Verrichtung ihrer alltäglichen Arbeiten, bei der Meditation und bei der damit in engem Zusammenhang stehenden Körperertüchtigung. Diese – Gongfu (Kung-Fu) und Shaolin-Qigong – haben das Kloster weltweit bekannt gemacht und sind Teil des meditativen Lebens jedes einzelnen Mönchs.
bis 28. September 2014

Vom Drachentanz bis zum Fest der Mondfee. Das chinesische Bauernjahr in Bildern
Die chinesische Bauernmalerei hatte in der Vergangenheit in Form der Tempelmalerei sowie in der Bemalung des Herds und in der Dekoration von Gebrauchsgegenständen eine lange Tradition. Diese Form bodenständiger Kunst erhielt nach Gründung der Volksrepublik China ab den 1950er-Jahren eine starke Förderung, die vor allem politische Ziele hatte. Nach Ende der Kulturrevolution, Ende 1976, lebten auf dem Land die alten Bräuche des Bauernjahrs wieder auf und wurden wiede­rum Gegenstand der chinesischen Bauern­malerei.
In den Bildern der Ausstellung finden sich sowohl die Festtage wie das chinesische Mondneujahr oder der Erntedank wieder. Sie dokumentieren das Alltagsleben in ­einem chinesischen Dorf. Der Betrachter sieht sich einem Kaleidoskop chinesischer bäuerlicher Bräuche gegenüber und nimmt so an diesem Leben teil.
Die Bilder und einzelne Figuren und kleine Figürchen wurden von der Regierung der chinesischen Partnerprovinz Jiangsu und der Österreichisch‑Chinesischen Gesellschaft anlässlich des Jubiläums der Freundschaft zwischen Leoben und der in Jiangsu gelegenen Stadt Xuzhou zur Verfügung gestellt.
bis 28. September 2014

Informationen
Kunsthalle Leoben
Kirchgasse 6, A-8700 Leoben
Tel. +43 (0) 38 42/40 62-408
Öffnungszeiten für beide Sonderausstellungen:
Di–So 10–17 Uhr
www.kunsthalle-leoben.at

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