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KKL Luzern (Kultur- und Kongresszentrum Luzern) Andris Nelsons © Marco BorggreveCecilia BartoliBruno Ganz © Ruth WalzAnne-Sophie Mutter © Harald Hoffmann/DGPhilippe Jordan © JF LeclercqUnsuk Chin © Eric Richmond/Arena PalMartin Helmchen Maurizio Pollini  © Cosimo Filippini/DG

Ein Fest der Musik

Rund 120 000 Gäste finden jährlich den Weg nach Luzern, um Klangwelten in Vollendung zu erleben.

Am idyllischen Vierwaldstätter See in Luzern, einer der schönsten historischen Altstädte der Welt, treffen sich Jahr für Jahr die bedeutendsten Interpreten aus aller Herren Ländern und feiern gemeinsam ein Fest der Musik: die berühmten Orchester, die legendären Dirigenten, die virtuosen Solisten. Im Konzertsaal von Jean Nouvel, gerühmt für seine phänomenale Akustik wie seine exquisite Architektur, begegnen sie ihrem nicht minder polyglotten Publikum.
 
Lucerne Festival im Sommer: „Psyche“
Das Thema des Sommerfestivals lautet „Psyche“: Es geht um die verborgenen Botschaften, die Komponisten in ihren Werken vermitteln, und um die Wirkung der Musik auf die Seele und die Gefühle der Hörer. Kompositionen von der Renaissance bis zur Gegenwart, Werke von denkbar ­verschiedenem Charakter beleuchten das Motto aus vielfältigen Perspektiven. Darüber hinaus fundieren Vorträge und Diskussionsrunden das schillernde Themengebiet.
Wie aber gelingt es der Musik, unsere Seele zu berühren? Uns zu erfreuen, zu erregen, zu bewegen? Wie klingt Trauer – und wie tönt Jubel? Das sind die Fragen, die die weltberühmten Orchester, die großen Dirigenten und die gefeierten Solisten beim Sommerfestival beantworten werden: von Daniel Barenboim und Riccardo Chailly über Mariss Jansons und Valery Gergiev bis zu Franz Welser-Möst und Simon Rattle, der erstmals auch am Pult des LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra zu erleben sein wird; von Cecilia Bartoli bis Anne-Sophie Mutter und von Lang Lang bis Murray Perahia. Das ­LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA, das nach dem Tod seines Gründers Claudio Abbado in diesem Sommer von Andris Nelsons geleitet wird, eröffnet einen Blick in das Seelenleben des verschwiegenen Romantikers Johannes Brahms. Für diesen Sommer hat das Lucerne Festival die Geigerin Midori und die Sopranistin Barbara Hannigan als „artistes étoiles“ sowie die Koreanerin Unsuk Chin und den Österreicher Johannes Maria Staud als „Composers-in-Residence“ eingeladen.

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA
Das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA ist Claudio Abbados Vermächtnis an die Musikwelt, das seine Ideale über seinen Tod hinaus weiterführt. So versammelt sich auch diesen Sommer das „Orchester der Freunde“ im Sinne seines Gründers am Vierwaldstätter See. Der lettische Dirigent Andris Nelsons wird die vier Konzerte im August 2014 leiten und die Festspiele mit einem Programm eröffnen, das Claudio Abbado noch selbst konzipiert hat. ­Zusammen mit Sara Mingardo und dem Chor des Bayerischen Rundfunks präsentieren sie im Eröffnungskonzert am 15. und 16. August die Rhapsodie für Alt, Männerchor und Orchester sowie die Serenade A-Dur und die Zweite Symphonie.
Am 22. und 24. August erklingen dann Chopins Erstes Klavierkonzert mit Maurizio Pollini sowie die Dritte Symphonie von Brahms. Wie auch in den vergangenen Jahren schließen sich in diesem Festivalsommer hochkarätige Solisten des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA zu Kammer­ensembles zusammen: Das Brass Ensemble des LUCERNE FESTVAL ORCHESTRA um Reinhold Friedrich gestaltet ein Konzert am 20. August und bietet bereits am 19. August in den LUCERNE FESTIVAL 40min einen Vorgeschmack darauf.

Die Orchester, Dirigenten und Solisten
Neben dem LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA sind erneut die weltweit renommiertesten Orchester und Solisten zu Gast. Zu erleben sind das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam unter seinem Chefdirigenten Mariss Jansons, die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle und die Wiener Philharmoniker mit drei Konzertprogrammen, dieses Jahr unter der Leitung von Gustavo Dudamel. Die Berliner Philharmoniker präsentieren Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion am 3. September in einer „Ritualisierung“ des Regisseurs Peter Sellars.
Am 13. September interpretieren die Wiener Philharmoniker gemeinsam mit dem Gewinner des Credit Suisse Young Artist Award 2014, Sergey Khachatryan, Beethovens Violinkonzert D-Dur. Im Abschlusskonzert des Festivals am 14. September bieten sie ein farbenprächtiges russisches Programm mit Musik von Nikolai Rimski-Korsakow und Modest Mussorgski. Das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam führt am 4. September mit dem Pianisten Jean-Yves Thibaudet Ravels Klavierkonzert G-Dur und am 5. September Brahms’ Violinkonzert mit Leonidas Kavakos auf.
15. August bis 14. September 2014
www.lucernefestival.ch

Lucerne Festival am Piano
Beethoven-Fans kommen bei diesem Pianofestival ganz auf ihre Kosten! Denn
der norwegische Meisterpianist Leif Ove Ands­nes interpretiert gemeinsam mit dem Mahler Chamber Orchestra alle fünf Klavierkonzerte des Wiener Klassikers: „The Beethoven Journey“ hat er das Projekt genannt, das ihn bis 2015 rund um die Welt führt. Ganz passend dazu bringt der Brite Paul Lewis, der 2012 in Luzern mit seinen Schubert-Interpretationen begeisterte, die letzten drei Klaviersonaten Beethovens zu Gehör. Und auch Martin Helmchen, der hier im Sommer 2006 seine steile internationale Karriere mit einem Debüt und als Preisträger des Credit Suisse Young Artist Award begann, wird sich dem tönenden Kosmos des Titanen verschreiben und die Diabelli-Variationen deuten.
LUCERNE FESTIVAL am Piano bürgt ohnehin für höchste Ansprüche. Etwa wenn Pierre-Laurent Aimard den kompletten ersten Teil von Bachs Wohltemperiertem Klavier durchmisst, wenn der phänomenale Evgeny Kissin seine Kunst zelebriert, wenn Maurizio Pollini die Summe seiner mehr als 50 Jahre währenden Laufbahn zieht oder wenn der Kanadier Marc-André Hamelin mit einer Virtuosität verblüfft, die ohnegleichen ist. Sie alle wirken bei unserem pianistischen Gipfeltreffen im Herbst 2014 mit und begegnen dort drei jungen Kollegen, denen die Zukunft gehören dürfte: dem Letten Vestard Shimkus, der Deutschitalienierin Sophie Pacini und dem Briten Benjamin Grosvenor. Und da das Klavier bekanntlich das Instrument der unbegrenzten Möglichkeiten ist, darf auch ­Piano Off-Stage, das Jazz-Festival im Festival, nicht fehlen: Die schönsten Luzerner Bars werden zum Mekka der Improvisationskunst.
22. bis 30. November 2014
www.lucernefestival.ch

Luzerner Museumspass
Mit dem Luzerner Museumspass können Sie während zwei aufeinanderfolgenden Tagen beliebig viele Museen besuchen.
Die Auswahl an Museen in Luzern ist vielfältig. Das Verkehrshaus ist das meistbesuchte Museum der Schweiz und zeigt die faszinierende Geschichte und Entwicklung des Verkehrs und der Mobilität. Als Kunstliebhaber kommen Sie in der Sammlung Rosengart oder im Kunstmuseum Luzern auf Ihre Kosten.
Der Gletschergarten mit riesigen Gletschertöpfen aus der Eiszeit ist ebenso spannend. Das Bourbaki Panorama ist eines der letzten erhaltenen Rundgemälde weltweit, und im Richard Wagner Museum hat der Namensgeber selbst gelebt. Alpi­neum, Historisches Museum, Militär­museum, Natur-Museum und das Mu­seum im Bellpark in Kriens sind weitere Aushängeschilder der Luzerner Museenlandschaft.
Preis: CHF 36.–/€ 30,– pro Person

Informationen und Verkaufsstellen
Tourist Information Luzern
Bahnhof Luzern
Luzern Tourismus AG
Zentralstraße 5, CH-6002 Luzern
Tel. +41 (0) 41/227 17 17
www.luzern.com

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