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Friedensreich Hundertwasser, 688 A ZWEI BÄUME AUF DEM SCHIFF REGENTAG, Japanischer Farbholzschnitt in 38 Farben © 2014 Namida AG, Glarus, SchweizFriedensreich Hundertwasser, 688 A ZWEI BÄUME AUF DEM SCHIFF REGENTAG, Japanischer Farbholzschnitt in 38 Farben © 2014 Namida AG, Glarus, SchweizShoichi Hasegawa, MARCHÉ JAPONAIS, Japanischer Markt, Farblithographie, 1991Friedensreich Hundertwasser, 557 B DO NOT WAIT HOUSES - MOVE (HWG 102), Japanischer Holzfarbenschnitt in 14 Farben, 1988-89 © 2014 Namida AG, Glarus, Schweiz

Hundertwasser Hasegawa. Orient & Okzident

Vom 16. Juli bis 18. September widmet das Münchner Künstlerhaus den prominenten Künstlern Friedensreich Hundertwasser und Shoichi Hasegawa eine eindrucksvolle Doppelausstellung: Orient & Okzident zeigt über 200 Werke, allesamt Leih­gaben der privaten Sammlung Kunstgalerien Böttingerhaus in Bamberg, kuratiert von Richard H. Mayer.

Druckgrafiken, Aquarelle und Keramiken in Gegenüberstellung zeigen Einflüsse und Wechselwirkungen japanischer und europäischer Kultur in der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts. Beide Künstler öffneten sich Anfang der 60er-Jahre nahezu zeitgleich den Einflüssen einer jeweils fernen, fremden Kultur, verbunden mit dem Studium neuer Techniken.
In Hundertwassers (15. Dezember 1928 bis 19. Februar 2000) Wirken beeindrucken seine leidenschaftliche Erfindungskraft ­sowie die Suche nach Wahrheiten über das menschliche Dasein im Einklang mit den Gesetzen der Natur. Sowohl in der Malerei als auch in der Architektur nehmen Wohl und Würde des Menschen einen besonderen Stellenwert ein. Aus dem zukunfts­weisenden Grundgedanken einer „vegetativen“ Kunst ist Hundertwassers Passion für die geschwungene, organische Linie zu verstehen, die ab 1953 oft auch in Form der Spirale seine Komposi­tionen durchläuft.
Hundertwasser hielt sich Anfang der 60er-Jahre anlässlich einer Ausstellung seiner Bilder in der Tokyo Galerie in Japan auf.Obwohl Hasegawa beinahe zur gleichen Zeit zum Studium europäischer (Radier-)Kunst nach Paris reiste und in Europa blieb, besuchte er zuvor noch eine Ausstellung Hundertwassers in Tokio.
Shoichi Hasegawas (geboren am 7. September 1929) Werk besticht durch die Transparenz der aquarellierten Farbigkeit, die Feinheit der Zeichnung, den leichten Pinsel­strich sowie eine nur mehr angedeutete Gegenständlichkeit. In jedem seiner Bilder teilt sich die Leichtigkeit seiner Weltsicht mit. Großen Einfluss auf Hasegawas Entwicklung, sowohl auf der technischen als auch auf der konzeptionellen Ebene, hatte die Bekanntschaft mit dem großen Maler Kigai Kawaguchi, der sich während der nachkubistischen 20er-Jahre in Paris an den surrealistischen Studien beteiligt hatte. Hasegawa gilt als ein Meister der Druckgrafik – sein Werk brachte dem „Japaner in Paris“ begehrte Kunstpreise, Ausstel­lungen in der ganzen Welt und hohes ­internationales Ansehen ein.
16. Juli bis 18. September 2014

Informationen
Münchner Künstlerhaus
Lenbachplatz 8, D-80333 München
Tel. +49 (0) 89/5991 8414
Di–So 10.30–19.30 Uhr, Mo 10.30–22 Uhr
www.hundertwasser-hasegawa.de
www.kuenstlerhaus-muc.de

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