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Schloss Neuburg an der Donau, Foto: Bernhard MahlerEinblick in die Staatsgalerie – Flämische Barockmalerei auf SchlossNeuburgJan Brueghel d. Ä. und Hendrik van Balen, Der Frühling, 1616, © Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Staatsgalerie Neuburg an der DonauGemäldegalerieNeuburger KarlsplatzHofkirche

Rubens in Neuburg an der Donau!

Staatsgalerie Flämischer Barockmalerei im Schloss Neuburg an der Donau.

Vor beinahe 400 Jahren bestellte Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg bei Peter Paul Rubens Altarbilder für die Neuburger Hofkirche. Sein Enkel brachte sie von dort in seine Düsseldorfer Galerie, Ende des 18. Jahrhunderts kamen die Bilder nach München. Im Jahr 2005 sind die beiden Meisterwerke an ihren Ursprungsort zurückgekehrt.
Zusammen mit rund 140 Exponaten sind die Rubens-Bilder in der Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ausgestellt. Anthonis van Dyck, Jacob Jordaens, Jan Brueghel der Ältere: Diese und andere herausragende Namen konzentrieren sich im Neuburger Schloss in einer einzigartigen Sammlung von europäischem Rang. Doch nicht nur große Namen, alle wichtigen Themengebiete der Genres sind mit ausgewählten Beispielen und auch kleineren Formaten vertreten. Ein Besuch in der Galerie verschafft einen vorzüglichen Überblick über die Malerei aus der Zeit von Peter Paul Rubens. Neben dem Museo del Prado in Madrid oder der Alten Pinakothek ist die Neuburger Galerie Flämischer Barockmalerei ein weiteres Zentrum aller Kunstfreunde.
Nicht nur die Werke sind sensationell, in Neuburg können die großformatigen, farbenfrohen Meisterwerke in einzigartiger Umgebung erlebt werden: Die großartigen Räume des Schlosses bieten den perfekten Rahmen. Erstmals nach Jahrhunderten sind die historischen Säle im Westflügel wieder zugänglich. Bei einem Besuch der Galerie Flämischer Barockmalerei erlebt man so das Zusammenspiel von Malerei und Architektur in seiner Vollendung.
1. April bis 1. Oktober: 9–18 Uhr
1. Oktober bis 1. April: 10–16 Uhr

Eine Stadt stellt sich vor
Die Donau und die historische Altstadt prägen Neuburg an der Donau mehr als alles andere. Schon von Weitem ist die prächtige Schlossfassade mit den zwei markanten Rundtürmen zu erkennen. Die Stadt liegt landschaftlich reizvoll im Donautal an der Grenze zwischen Fränkischer Alb im Norden sowie Donaumoos und Hügelland im Süden.
Neuburg an der Donau war seit 1505 Haupt- und Residenzstadt des neu gegründeten Fürstentums Pfalz-Neuburg. Sein erster Pfalzgraf, Ottheinrich (1502–1559), verkörperte den typischen weltoffenen ­Renaissancemenschen. Er verschaffte dem neuen Geist in Architektur und Kunst, ­Politik und Wirtschaft auch in seiner Re­sidenz Geltung. 1522 begann Neuburgs glänzendste Zeit, und es entstanden Residenzschloss, Hofkirche, Schlosskapelle und das Jagdschloss Grünau. Außerdem führte Ottheinrich den neuen evangelischen Glauben und den Buchdruck in Neuburg an der Donau ein. Die nachfolgenden Fürsten bauten die Stadt weiter aus, sodass sie heute als eine der schönsten Renaissancestädte Bayerns gilt. Seit April 2005 beherbergt das Schloss die Staatsgalerie Flämischer Barockmalerei mit 150 bedeutenden Werken von Rubens, van Dyck und vielen anderen. Der barocke Ostflügel der Residenz beherbergt das Schloss­museum. Es beschreibt Das Fürstentum Pfalz-Neuburg von 1505 bis 1806 mit über 500 Exponaten. Weitere Abteilungen zeigen die Vor- und Frühgeschichte sowie kirchlichen Barock.
Um die Stadt gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren, vorbei an Schloss Grünau zur Wallfahrtskirche nach Bergen oder im Schuttertal bis in den Eichstätter Jura hinein. Neuburg an der Donau bietet noch zahlreiche weitere Freizeitmöglichkeiten, wie Bootswandern, Reiten, Golfen und vieles mehr, sowie ein vielfältiges und hochkarätiges kulturelles Angebot.

Information
Tourist-Information
Ottheinrichplatz A 118,
D-86633 Neuburg an der Donau
Tel. +49 (0) 84 31/55 2 40
www.neuburg-donau.de

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