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Bild: Gürtelplatte mit Tierkampfszene,  4. bis 3. Jh. v. Chr., GoldBild: Schwert mit verzierter Schwertscheide, letztes Drittel 4. Jh. v. Chr., Gold, Eisen, geschmiedet, geprägt, ziseliert

Das Gold der Steppe

Sensationsfunde aus den Fürstengräbern der Skythen und Sarmaten.
Kirchgasse 6, A-8700 Leoben

Lange vor den Hunnen und Mongolen beherrschten die Skythen und Sarmaten die Weiten der Steppen von Sibirien bis zum Schwarzen Meer – rätselhafte Reiternomaden, die keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterließen, dafür aber Artefakte ihrer unglaublich hoch entwickelten Kultur.
Die eindrucksvollste Hinterlassenschaft dieser Völker sind ihre Kunstschätze – zumeist aus purem Gold und mit kostbaren Edelsteinen und aufwendigen Ornamenten verziert. Die Beispiele skythischer und sarmatischer Kunst sind atemberaubend in ihrer Ausführung und Liebe zum Detail: formvollendete Schmuckstücke, filigrane Gewandapplikationen, edle Waffen, prachtvoll verzierter Pferdeschmuck, wertvolle Gefäße und Ziergegenstände. Markenzeichen ihrer Kultur sind aus Gold gearbeitete Tierplastiken und Tierreliefs: Neben Hirsch und Eber, Panther, Löwe, Leopard, Fisch und Schlange nehmen vor allem das Pferd und der mythische Greif eine überragende Stellung ein.
Rund 200 der bedeutendsten Ausgrabungsfunde der letzten Jahrzehnte werden nun erstmals in Österreich gezeigt. Eine besondere Qualität bekommt die Ausstellung durch die faszinierenden Schatzfunde der Sarmatenzeit, die sich durch besondere Eleganz und Kunstfertigkeit auszeichnen. Eine Besonderheit, denn kein Ausstellungsprojekt bisher hat Exponate aus der Zeit des Skythen gemeinsam mit sarmatischen Schätzen präsentiert. Die kostbaren Kunstschätze sind Leihgaben der weltberühmten Eremitage Sankt Petersburg und der renommierten Historischen Museen in Kiew und Asow.
bis 26. Oktober 2009

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