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cello projectOrchestre de Chambre Pelléas

Feldkirch Festival

Feldkirch hört Russisch - Unter der künstlerischen Leitung von Philippe Arlaud prägt das Feldkirch Festival die Montfortstadt und macht Feldkirch in der ersten Junihälfte zu einem Zentrum für Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Dem Konzept der Länderschwerpunkte entsprechend, wird dieses Jahr Russland zu Gast in Feldkirch sein.
Schlossergasse 8, A-6800 Feldkirch

Orchesterkonzerte mit dem Sinfonie Orchester Biel sowie dem Sinfonischen Blasorchester Vorarlberg, eine Chormatinee mit dem Prague Philharmonic Choir, Kammermusik, ein Familienkonzert, Jazz und Tanz laden ein, sich auf Russlands musikalische Kultur einzulassen.

Besondere Formate wie das Wandel-Konzert in der Feldkircher Innenstadt, die Jazznacht, die Composers’ Lounge, der Klassik-Jazz-Brunch, die Jungen Talente sowie Werkeinführungen, Künstlergespräche und ein umfangreiches Rahmenprogramm komplettieren den musikalischen Reigen.
Zum Auftakt von zwölf intensiven Tagen lädt das Feldkirch Festival alle Musikfreunde ein, das Eröffnungskonzert am 2. Juni um 19.30 Uhr im Montforthaus bei freiem Eintritt mitzufeiern.

Virtuos und wagemutig geht es zu, wenn das französische Kammerorchester Orchestre de Chambre Pelléas unter der Leitung von Benjamin Levy Igor Strawinskys Pulcinella-Suite zur Aufführung bringt. In die Beine geht auch der zweite Teil des Abends mit dem Duo cello project (Eckart Runge, Cello, und Jacques Ammon, Piano), in dem Pjotr Leschenko, der „König des russischen Tangos“, und sein jazzinspirierter Nachfahre Nikolai Kapustin als Ausblick auf den Länderschwerpunkt Lateinamerika beim Feldkirch Festival 2011 auf ihre südamerikanischen Verwandten Ángel Villoldo und Astor Piaz­zolla treffen.

2010 steht Igor Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten im Mittelpunkt des Festivals. In der vielschichtigen Regie von Philippe Arlaud ist eine eindrucksvolle Darstellerriege am Werk: Kein Geringerer als Ausnahmekünstler David Bennent (Die Blechtrommel) führt durch jenes fantastische Geschehen, bei dem der Schweizer Schauspieler Simon Engeli als Idealbesetzung für den Soldaten gelten darf. Die Bedrohung durch den Gottseibeiuns hingegen tritt in Gestalt von Hubert Dra­gaschnig auf; der nicht zuletzt als Autor, Regisseur und Gründer des Theaters Kosmos bekannte Theatermacher wird hier als Darsteller seine dämonische Präsenz entfalten.

Im ersten Teil des Abends bringt die junge frankorussische Geigerin Alexandra Soumm Sergej Prokofjews Vionlinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 19 zur Aufführung. Zu erleben ist dieser spannende Abend am 4. und 6. Juni um 19.30 Uhr im Montforthaus.

Beim „Streichquartettabend“ am 3. Juni um 19.30 Uhr im Ratssaal der Stadt Feldkirch präsentiert das preisgekrönte finnische Streichquartett New Helsinki Quartet Werke von Sofia Gubaidulina, Alfred Schnittke und Dimitri Schostakowitsch. Auf die Spuren von Modest Mussorgsky begeben sich die Sängerin Elisabeth Kulman und ihre musikalischen Begleiter Tscho Theissing, Arkady Shilkloper, An­toni Donchev und Georg Breinschmid beim Liederabend „Mussorgsky Dis-Covered“ am 9. Juni um 19.30 Uhr im Pförtnerhaus. Im „Kammerkonzert“ am 12. Juni um 19.30 Uhr im Pförtnerhaus präsentiert das Ensemble Accroche Note inmitten von Liedern aus der Feder von Schostakowitsch und Strawins­ky die Uraufführung eines neuen Werks des international renommierten Komponisten Yuri Kasparow, das im Auftrag des Feldkirch Festivals entstanden ist.

Informationen
2. bis 13. Juni 2010
Feldkirch Festival
Tel. (+43-55 22) 82 9 43
festival@feldkirch.at
www.feldkirchfestival.at

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