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Das Unimog-Museum im schönen Murgtal

Seit über einem halben Jahrhundert ist der Unimog ein faszinierender Teil der Nutzfahrzeuggeschichte. Das zeigt sich in vielen Arbeitseinsätzen weltweit – und in einem eigenen Museum.
An der B 462, Ausfahrt Schloss Rotenfels, D-76571 Gaggenau

Im badischen Gaggenau, wo der Unimog über 50 Jahre produziert wurde, lädt das Unimog-Museum zum Staunen und Erleben ein. Hier wird Technik begreifbar gemacht: durch eine Ausstellung verschiedener Unimog, vom Prototypen bis zur neuen Generation der Geräteträger. Durch Schnittmodelle und Fahrzeugteile, durch Bilder, Filme und Geschichten. Wer will, kann eine Führung buchen, als (Bei-)Fahrer auf dem Parcours die Einzigartigkeit des Unimog selbst erleben oder sich in einem Laufrad mit einem Unimog messen und die eigene Steigfähigkeit erproben.
Das Museum ist eine Hommage an den Unimog und gleichzeitig eine Erinnerungsstätte zur Zeitgeschichte ab 1945, zu Wirtschaft und Arbeitsleben. Mit speziellen Angeboten für Kinder und Jugendliche, Touristinformation „Im Tal der Murg“, Bistro mit Außenterrasse und einem Museumsshop. Auch können die Museumshalle und ein integrierter Veranstaltungsraum für Feierlichkeiten, Tagungen oder Vorträge gebucht werden.
Auslöser für den Bau des Museums war die Produktionsverlagerung des Unimog vom badischen Mercedes-Benz-Werk nach Wörth in Rheinland-Pfalz. Für das privat initiierte Projekt sammelte der Verein Unimog-Museum e. V. Spenden und konnte zahlreiche Sponsoren gewinnen.
Jedes Jahr widmet sich das Unimog-Museum einem besonderen Schwerpunkt aus der Anwendung des Unimog. So lautet das Schwerpunktthema vom 26. April bis 25. Oktober 2009 60 Jahre – Unimog und Landwirtschaft: Im August 1948 wurde der Unimog von der Firma Boehringer, Göppingen, als Universalmotorgerät mit Front- und Heckanbaugeräten auf der DLG-Ausstellung vorgestellt. Die Resonanz auf dieses Fahrzeug war außergewöhnlich positiv, obwohl es als erste Neuentwicklung eines Traktors nach dem Zweiten Weltkrieg völlig anders aussah als ein normaler für die Land- und Forstwirtschaft entwickelter Traktor: Rahmenbauweise, gefederte Achsen, Allradantrieb, gleich große Räder, Fahrerhaus für zwei Personen, eine Hilfsladefläche, drei An- und Aufbauräume, Höchstgeschwindigkeit von über 50 Stundenkilometern et cetera. Inzwischen sind gut 60 Jahre vergangen, Anlass genug für eine Sonderausstellung zum Thema Landwirtschaft im Unimog-Museum.
Gezeigt wird eine größere Anzahl von Unimog, vom Prototyp Nr. 6 (1948) bis hin zu dem jüngsten Produkt innerhalb der Mercedes-Benz-Unimog-Baureihen, dem Unimog U 20 (2008).
Die Vielfalt der Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten des Unimog wird eindrucksvoll durch das Zusammenspiel von Unimog und Geräten aus der Anfangszeit bis hin zur modernen Landtechnik präsentiert.
Gezeigt werden ferner ein Vergleich zwischen einem Standardtraktor und dem Unimog sowie eine Kartoffellegemaschine, die unter wissenschaftlicher Begleitung an der FH Berlin, Bereich Technik und Wissenschaft, von Stefanie Gehrmann restauriert wurde.
Abgerundet wird das Schwerpunktthema durch eine wunderbare Dioramaausstellung von Toon Versnick aus Belgien sowie einer Fotoausstellung mit historischen Bildern des Agrarjournalisten Wolfgang Schiffer in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsverlag.

Informationen
Programm-Höhepunkte:
Eröffnung der Sonderausstellung mit Vorträgen, Führungen und der Präsentation von ferngesteuerten Unimog
26. April 2009

Langer Museumsabend bis 20 Uhr anlässlich des Kurparkfests „Licht-Kunst-Lauf“ im benachbarten Kurpark
13. Juni 2009

Bauern- und Kunsthandwerkermarkt im Unimog-Museum
11. Oktober 2009

2. MBtrac-Treffen im und am Museum mit buntem Rahmenprogramm
24. und 25. Oktober 2009

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