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Händelhaus in Halle an der Saale, Foto: MoisbergHändeldenkmal in HalleAbschlußkonzert Händelfestspiele 2008Kinder im MusikinstrumentenmuseumMarktplatz von Halle

Händel – der Europäer

Anlässlich seines 250. Todestags am 14. April wartet die Stiftung Händel-Haus in der Geburtsstadt des großen Meisters, Halle an der Saale, mit einem Festjahr voller Höhepunkte auf. 200 Veranstaltungen mit über 2000 Mitwirkenden an rund 50 Orten stehen im Händel-Jahr ganz im Zeichen des großen Barockkomponisten.
Große Nikolaistraße 5, D-06108 Halle (Saale)

Georg Friedrich Händel – „der größte Komponist, der je lebte“, schwärmte schon 1824 Ludwig van Beethoven über den großen Barockmeister. Im Jahr 2009 wird Händel eine ganz besondere Würdigung zuteil: Anlässlich seines 250. Todestags am 14. April wartet die Stiftung Händel-Haus in der Geburtsstadt des großen Meisters, Halle an der Saale, mit einem Festjahr voller Höhepunkte auf. 200 Veranstaltungen mit über 2000 Mitwirkenden an rund 50 Orten stehen im Händel-Jahr ganz im Zeichen des großen Barockkomponisten.
1685 in Halle an der Saale geboren, zog es den jungen Händel voller Schaffenskraft und Tatendrang nach Hamburg, Italien, Hannover und schließlich England, wo er schon zu Lebzeiten zu außergewöhnlichem Ruhm gelangte. Wie kein anderer Musiker seiner Zeit wusste er die europäischen Musikstile zu verschmelzen.

Europäische Dimensionen
Folgerichtig trägt auch die neue Ausstellung in Händels Geburtshaus in Halle an der Saale den Titel Händel – der Europäer, die ab 14. April – dem eigentlichen Anlass für das Händel-Festjahr in Halle – wieder zahlreiche Besucher aus aller Welt an die historischen Stätten des Komponisten lockt. Nach fast 25 Jahren wurde die Händel-Dauerausstellung für das Jubiläum neu gestaltet und Händels Leben fortan in seiner europäischen Dimension präsentiert. An die Stelle des streng chronologischen Ablaufs treten pro Raum einzelne Themenschwerpunkte, zum Beispiel „Persönlichkeit und Schaffen“, „Der Arkadier“, „Der Staatskomponist“. Hinzu kommt ein Miniaturtheater, in dem der Bühnenkomponist für Auge und Ohr in seinen Opern erfahrbar wird. Die einzelnen Schwerpunkte ermöglichen einen spannungsreichen Ablauf einer lebhaften Biografie – der eines frühen Europäers mit Wurzeln in Mitteldeutschland.
Die Ausstellung gliedert sich in zwei Abteilungen: Händels Jugend in Halle („Die Jahre 1685–1703“) und die Wander- und Meisterjahre 1703–1759. Es werden rund 160 Exponate – Gemälde, Stiche, Musikinstrumente und so weiter – verteilt auf 14 Räume gezeigt.
Historische Kostbarkeiten
Hinzu kommen ein Sonderausstellungsbereich und die „Schatzkammer“: Hier werden bis zum Sommer kostbare Handschriften Händels, die aus London und Hamburg ausgeliehen werden, in einer Hochsicherheitsvitrine präsentiert. Danach funkeln in dem abgedunkelten Spezialraum wertvolle historische Instrumente und andere Kostbarkeiten.
Neben der Ausstellung Händel – der Europäer ist in Händels Geburtshaus eine reiche Sammlung historischer Musikinstrumente zu sehen. Neben Streich-, Zupf-, Blas- und Tasteninstrumenten aus Händels Zeit können die Besucher Instrumente der Frühklassik, wie Hammerflügel, Glasharmonika und Orphika, bestaunen. Die beiden Ebenen der Musikinstrumentenausstellung sind durch eine von oben einsehbare spätbarocke Orgel aus dem Jahr 1770 miteinander verbunden, die sogar zu erlesenen Anlässen im Händel-Haus erklingt.

Händel – der Europäer
bis 31. Oktober 2009

Händel-Festspiele Halle.
Seit 1922 in Händels Geburtsstadt Halle an der Saale
4. bis 14. Juni 2009
Unter der Schirmherrschaft von Queen Elizabeth II. und Bundespräsident Horst Köhler

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