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Neue Bestmarken für die art KARLSRUHE

Abermals Besucherplus – erneute Qualitätssteigerung.
Messeallee 1, D-76287 Rheinstetten

„Jetzt ist die Messe perfekt“, gab sich Messekurator und Projektleiter Ewald Karl Schrade begeistert vom Verlauf der sechsten art KARLSRUHE. 40200 Besucher, über fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr, wurden 2009 gezählt. „Es hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass behutsames Wachstum und kontinuierlicher Feinschliff an der Qualität und dem Service sich auszahlen“, erläuterte Schrade. Aussteller und Besucher waren gleichermaßen beeindruckt von der „schönsten und größten Galerie in Süddeutschland“. Dass sich dies in den Umsätzen der Kunsthändler spiegelte, ist ein weiteres positives Resultat. Viele Verkäufer winkten beim Erwähnen des aktuellen Reizworts „Krise“ schlicht ab. Schon die Vernissage setzte Zeichen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann sorgte mit der Bekanntgabe, die Ankaufskommission des Bundes werde vom nächsten Jahr an Karlsruhe ansteuern, für einen Paukenschlag. Damit liegt die Messe auf einer Reiseroute mit Basel, Berlin, Köln und London.
Die art KARLSRUHE ist nach wie vor ein Magnet für alle Kunstfans. So wundert es nicht, dass neben Frieder Burda und dem Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG, Wendelin Wiedeking, auch der Kunstsammler Rüdiger Hurrle sowie der langjährige Moderator der ZDF-Kultursendung Aspekte, Manfred Eichel, vor Ort waren. Größen aus der Museumslandschaft wie der Frankfurter Städel-Direktor Max Hollein und Stuttgarts Staatsgalerie-Direktor Sean Rainbird statteten der Messe ebenfalls einen Besuch ab. Klaus Schrenk, ehemals Leiter der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, seit Kurzem Direktor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, blieb dem Standort treu und reiste aus München an. Die positive Stimmung bei Käufern und Verkäufern herrschte über den gesamten Zeitraum. „Es kommen in diesem Jahr sehr viele Besucher“, resümierte Siegfried Sander, Multiple Box, Hamburg. „Wir haben ausgezeichnete Gespräche geführt, unsere Kunden sind uns treu.“ Dabei war das Interesse an Werken aus moderaten und oberen Preisklassen ungebrochen.
Wieder einmal bewiesen Henze und Ketterer feines Gespür für ihre Kunden. Die Umsätze überschritten weit die Million. Neben einem Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner vermittelten die Händler aus Wichtrach/Bern Werke von Hans Hartung, Max Pechstein, Christian Rohlfs und Karl Schmidt-Rottluff. Aber auch Kollegen meldeten Erfolge: Die Wuppertaler Galerie Epikur empfing Kunden aus Köln und verkaufte insgesamt 30 Bilder. Begehrt waren die fragilen Naturformen von Marina Schreiber. Zehn Objekte, feine Gespinste aus elektronischen Bauteilen, fanden Abnehmer. Dierk Lemcke, Verlag St. Gertrude, Hamburg: „Die Rezession spüren wir im Grunde nicht.“ Ein Tableau von Daniel Spoerri konnte er veräußern. Besonders zufrieden war er mit seinen Besuchern: „Die Verweildauer vor den Bildern ist sehr groß.“ Walter Bischoff, Berlin, zog ebenfalls positive Bilanz. Zwei One-Artist-Shows zu Dennis Ekstrom und Joachim Hiller rahmten seinen Stand, an dem unter anderem Bilder von H. P. Zimmer und Helmut Sturm neue Besitzer fanden. Dorothea van der Koelen, Mainz/Venedig, freute sich über „faktisch neue Kunden durch die Messe, die bis zu 30000 Euro ausgegeben haben“. Überdies sei es ein hervorragendes Zeichen, dass immer mehr traditionsreiche Galerien Karlsruhe als Handelsplatz aufsuchen. Beste Voraussetzungen also für die kommende art KARLSRUHE, die vom
4. bis 7. März 2010 stattfinden wird.

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