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Nord Art – Kunst in der CarlshütteNord Art – Kunst in der CarlshütteNord Art – Kunst in der CarlshütteNord Art – Kunst in der CarlshütteNord Art – Kunst in der Carlshütte

Nord Art – Kunst in der Carlshütte

In Büdelsdorf, mitten im Herzen Schleswig-Holsteins, ist jeden Sommer aufs Neue die Kunst los. Von Mitte Juni bis Ende September zeigen mehr als 200 Künstler aus aller Welt auf der Nord Art ihre Bilder, Fotografien, Skulpturen und Installationen.
Am Ahlmannkai, D-24782 Büdelsdorf

„Kunst in der Carlshütte“ (KiC) heißt das Kunst- und Kulturforum, das hinter der großen wie großartigen Ausstellung steckt und eine gemeinsame Initiative der ACO-Gruppe sowie der beiden benachbarten Städte Büdelsdorf und Rendsburg ist. Als die alte Gießerei, einst das erste Industrieunternehmen in den Herzogtümern Schleswig und Holstein, 1997 nach 170 Jahren Produktion stillgelegt wurde, verpflichtete das historische Ensemble geradezu dazu, es nicht brachliegen zu lassen, sondern seine Geschichte weiterzuerzählen. Doch dass die vergleichsweise kleinen Ausstellungen in der Wagenremise nur der Anfang zu einer großen in-ternationalen Kunstausstellung sein würden, ahnte damals niemand. Selbst die beiden Männer nicht, welche die treibenden Kräfte des Kulturforums sind: der geschäftsführende ACO-Gesellschafter Hans-Julius Ahlmann und der Maler und Bildhauer Wolfgang Gramm.
Die Bühnen, die KiC bespielen kann, sind einzigartig. Um einen 60000 Quadratmeter großen innerstädtischen Park aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts gruppieren sich das unter Denkmalschutz stehende Direktorenhaus der Carlshütte, charmante Gebäude wie die mehr als 100 Jahre alte Wagenremise, die Alte Meierei, die seit zwei Jahren als Café dient, und natürlich die ehemalige Eisengießerei mit ihren 20000 Quadratmeter großen Hallenschiffen und dem gewaltigen Kupolofen.
KiC lädt regelmäßig zu Kunstausstellungen, Konzerten, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen ein. Herausragend aber ist die international besetzte Nord Art, die jeden Sommer einen Überblick über aktuelle Arbeiten aus allen Medien der bildenden Kunst gibt. Auch für 2009 haben sich mehr als 1200 Künstler aus aller Welt beworben, von denen gut 200 ihre Werke zeigen. Die Nord Art hat sich zur größten jährlichen Kunstausstellung in Nordeuropa entwickelt. Und sie hat es darüber hinaus geschafft, die gesamte Region für die Kunst zu begeistern: Öffentliche Plätze und der Skulpturenpark verwandeln sich im Sommer in imposante Open-Air-Galerien für Stein- und Stahlskulpturen, und zu den vielen Tausend Besuchern, die jedes Jahr zur Nord Art kommen, gehören auch solche, die sich selbst als ungeübte Kunstbetrachter verstehen, aber durch das Ambiente ganz offensichtlich verführt werden, ihre Befangenheit abzulegen.
Jeweils Mitte Mai, im Vorfeld der Nord Art, richtet KiC ein Symposium für Steinbildhauer aus, die vor Ort ihre Skulpturen für die Nord Art erarbeiten. Parallel dazu wurde 2008 auch erstmals jungen Malerinnen angeboten, auf der Nord Art für die Nord Art zu arbeiten. Denn auch das hat sich KiC zum Ziel gesetzt: Anfänger und Etablierte zusammenzubringen, Künstlernetzwerke über Ländergrenzen hinweg knüpfen zu helfen – eine Idee, die sich auch deutlich im Ausstellungskonzept widerspiegelt.
Nicht jedes Kunstwerk wird alle Besucher ansprechen, manche Idee überhaupt kein Verständnis finden und dann wieder eine den Betrachter mitten in Herz und Seele treffen. Aber auf jeden Fall kann KiC ungewohnte Perspektiven und neue Begegnungen mit der Kunst versprechen. Die Nord Art wurde 2008 von der Standortinitiative „Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Nord Art 09
13. Juni bis 27. September 2009

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