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Katsushika Hokusai, Die Woge, 1823/29, Neue Galerie am Joanneum Graz Jan Weenix der Jüngere, Der verlorene Sohn, Öl auf Leinwand, Residenzgalerie Salzburg Foto: Ulrich Ghezzi, OberalmClaude Joseph Vernet (?), Badende Mädchen am Meeresufer, Öl/Lw, Residenzgalerie Salzburg, Aufnahme Ulrich Ghezzi, OberalmMaurice Denis, Die Badenden, 1907, Leinwand, Ausschnitt, Städel Museum Frankfurt am Main

Sensai. Weiß – die Reinheit der Form in der japanischen Kunst

Die Ausstellung ist ein Beitrag der Residenzgalerie Salzburg zum Österreich-Japan-Jahr 2009 und zeigt eine Gegenüberstellung historischer Druckgrafiken und zeitgenössischer Papierkunst Japans.
Residenzplatz 1, A-5010 Salzburg

„Sensai“ bedeutet fein, minutiös und detailgetreu und ist eine Balance zwischen Abstraktem und Realität. Der Titel der Ausstellung Sensai soll jedoch nicht allein in seiner direkten Übersetzung präsentiert werden, sondern als „sensai no seishin“, als intuitive Erfassung der sich wandelnden Wirklichkeit, einer Balance zwischen Abstraktem und Realität, die den Werken japanischer Künstler eigen ist.
„Yohaku-no-bi“, das ist Schönheit des übrig gelassenen Weiß. Es steht für die Bedeutung leerer Räume und Flächen. Die sogenannten „Ukiyo-e“ von Meistern wie Hokusai, Hokkei und Hiroshige nahmen enormen Einfluss auf die europäische Holzschnitt- und Dekorationskunst des Jugendstils und die Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Zu sehen sind mehr als 80 Werke von 30 Künstlerinnen und Künstlern aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart aus österreichischen Museen, internationalen Galerien und Privatsammlungen.
bis 26. April 2009

Badeszenen. Ritual, Entrüstung und Verführung
Badeszenen sind ein beliebtes Thema der Malerei, das der künstlerischen Fantasie größtmöglichen Raum bietet. Naturbeobachtungen, erotische Anspielungen, religiöse Rituale, eine Geschichte der Körperkultur und das Thema als Allegorie sind darin aufs Engste miteinander verwoben.
Der Beginn der europäischen Badekultur reicht bis in die Antike zurück. Wasser wurde stets als Quelle der physischen und metaphysischen Energie gefeiert. Badeanlagen versprachen körperliche sowie spirituelle Reinigung. Sie dienten der Hygiene, der Heilung von Krankheiten, befriedigten sowohl rituelle beziehungsweise religiöse Bedürfnisse als auch die reine Lust am Baden, die man gemeinsam mit dem anderen Geschlecht teilte. Werke aus dem Sammlungsbestand der Residenzgalerie Salzburg und zahlreiche Leihgaben aus dem In- und Ausland, darunter Gemälde und Grafiken namhafter Künstler, verdeutlichen die Vielfalt des Themas, ausgehend von der Antike bis in die zeitgenössische Kunst.
10. Juli bis 1. November 2009

Die ganze Pracht. Gemälde der Residenzgalerie Salzburg vom 16. bis 19. Jahrhundert
Das prächtige Ambiente entspricht dem hochkarätigen Bestand der Salzburger Landessammlung wie auch dem barocken Wesen der Stadt in idealer Weise.
Herausragend in ihrer qualitätvollen Dichte erweist sich die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts mit Werken von Peter Paul Rubens, Rembrandt, Jan van Goyen, Aelbert Cuyp, Salomon van Ruysdael, Jakob Isaacksz. van Ruisdael, Paulus Potter und vielen mehr.
Französische und österreichische Barockmalerei führt den Betrachter in eine Welt voll Dramatik, prallen Lebens und asketischer Geistigkeit: kraftvolles neapolitanisches „fa presto“ von Meistern wie Luca Girodano und Guercino neben delikaten Galanterien der französischen Meister François Boucher und Hubert Robert.
Abgerundet wird die Sammlung mit Werken von österreichischen Meistern des 19. Jahrhunderts wie Friedrich von Amerling, Josef Danhauser, Ferdinand Georg Waldmüller, Thomas Ender, Anton Romako und dem 1840 in der Salzburger Residenz geborenen Hans Makart.
13. November 2009 bis 7. Februar 2010

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