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Alex Katz, Anne (Cut-out), 1990Alex Katz, Alex at Cheat Lake, 1969Walton Ford, The Sensorium, 2003

Alex Katz. Prints

Alex Katz hat sein gesamtes druckgrafisches Œuvre von etwa 500 Drucken sowie einigen Mappenwerken und Künstlerbüchern der letzten 60 Jahre der Albertina übergeben.
Albertinaplatz 1, A-1010 Wien

Alex Katz, 1927 in Brooklyn, New York, geboren, zählt heute zu den bedeutends­ten Vertretern der zeitgenössischen US-amerikanischen Kunst. Ausgehend von der Bildidee des abstrakten Expressionismus, beschritt er noch vor dem Aufkommen von Minimalismus und Pop-Art ­einen eigenen Weg der gegenständlichen Malerei. Spätestens seit der Ausstellung Birth of the Cool (1997 in Hamburg und Zürich) gilt er als zentrale Figur einer US-amerikanischen selbstreflexiven Maltradition, für die der Gleichklang von Rationalität, Sinnlichkeit und Abstraktion kennzeichnend ist. In riesigen Formaten schildert er scheinbar leidenschaftslose Bilder aus dem Leben der gut situierten amerikanischen Freizeitgesellschaft sowie unnahbar wirkende Naturidyllen.

Auch die Druckgrafik spielt in seinem Schaffen eine zentrale Rolle. In Auslotung der Grenzen der jeweiligen Drucktechniken erprobt der Künstler neue Gestaltungsmöglichkeiten.
28. Mai bis 19. September 2010

Walton Ford
Walton Fords monumentale Tieraquarelle wirken wie naturwissenschaftliche Abbildungen aus dem 19. Jahrhundert oder wie alte britische Kolonialmalerei. Sie sind es aber nicht. Die Arbeiten von Ford haben immer etwas Befremdliches und Unheimliches: ein wilder Truthahn, der ­einen ­kleinen Papagei mit seinen Klauen zerquetscht, eine Affenhorde, die einen sorgsam gedeckten Tisch verwüstet, oder ein Büffel, umgeben von einem Rudel blutverschmierter Wölfe, inmitten eines gepflegten französischen Gartens. Ford malt mit der erprobten Technik eines naturwissenschaftlichen Zeichners. Seine Werke pulsieren von der Intensität beklemmender Vertrautheit; sie sind zugleich beruhigend durch ihren Stil und verstörend durch ihren Inhalt. Mit Titeln wie Dirty Dick Burton’s Aide de Camp, ­Space Monkey oder Au Revoir Zaire, Necropolis, verwischen seine Zeichnungen nicht nur die Trennlinie zwischen Mensch und Tier, sondern öffnen auch die Tür zu ­einer Welt aus Fantasien, Träumen und Albträumen.
18. Juni bis 10. Oktober 2010

Informationen
Albertina, Albertinaplatz 1, A-1010 Wien
Tel. (+43-1) 534 83-0
täglich 10–18 Uhr, Mi 10–21 Uhr
www.albertina.at

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