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Begegnungen mit Meistern

„… wo im Erleben der Meister unsere durch den Lärm des Tages malträtierten Ohren sich unsterblicher Musik öffnen.“ Gottfried von Einem

Franz Gilly Gasse 7, A-3712 Maissau

Wo finden Musikfreunde einen solchen Ort? In dem bezaubernden kleinen Weinort Oberdürnbach bei Maissau am Fuß des Manhartsbergs, wo Gottfried von Einem mit seiner dichtenden Ehefrau Lotte ­Ingrisch die letzten Jahre seines Lebens verbracht hat. Hier findet seit 1999 alljährlich im Juni ein „kleines, feines“ Musikfest zu Ehren des großen österreichischen Kom­ponisten statt. Zentrale Spielstätte dieser GottfriedVonEinem-Tage ist die stimmungsvolle, 700 Jahre alte kleine Dorf­kirche – ein Raum der Ruhe, der Konzentration und Besinnung. Nur wenige Schritte vom Einem’schen Wohnhaus (der ehemaligen Oberdürnbacher Schule) entfernt, begleitete der Anblick ihres Turms den Meister Tag für Tag bis zu seinem Tod im Juli 1996. Der kleine Hügel mit dem Ensemble Gottfried-von-Einem-Haus und Kirche zur heiligen Katharina ist ein Ort der Begegnung, dessen besondere Atmosphäre Künstler und Publikum in ihren Bann zieht. An diesem privilegierten Ort öffnen sich tatsächlich alle Ohren unsterblicher Musik – im Erleben der Meister!

Die Meister, deren Werke hier erklingen, werden immer mit Bezug und Bedacht auf Gottfried von Einem ausgewählt. Und so sind denn auch die Konzertprogramme der Einem-Tage ganz speziell „komponiert“.

2011 ist einer der Meister Giuseppe Verdi – „Verdi ist, wie Mozart, für mich einer der großen und mit jedem ihrer Werke verschieden gearteten Componisten“ (von Einem). Sein einziges Streichquartett wird gemeinsam mit der Nummer 5 aus dem Einems’chen Quartettschaffen beim Eröff­nungskonzert in Oberdürnbach (17. Juni) vom international renommierten Kodály-Quartett Budapest musiziert; passend dazu Puccinis Crisantemi und Il tramonto von Ottorino Respighi für mittlere Stimme und Streichquartett – Solist ist ein gefeierter Stammkünstler der Einem-Tage, der Bariton und Schauspieler Max Müller; mit ihm wird am zweiten Tag des kleinen Festivals der wissenschaftliche Betreuer der Einem-Tage, Prof. Dr. Otto Biba, ein Künstlergespräch über dessen „Leben mit Thalia und Polyhymnia“ führen – vor dem Konzert des Prager Kammerchors (18. Juni, Pfarrkirche Maissau), der neben Musik aus seiner Heimat (Padre Boemo, Janácˇek) auch Motetten von Anton Bruckner singen wird: „Bruckners Musik ist wunderbar; sie übt, von der Faszination her, eine geradezu radioaktive Strahlkraft auf mich aus“ (von Einem). Zentrales Werk ist von Einems Choropus Die träumenden Knaben auf ­einen Text von Oskar Kokoschka.

Junge Künstler – das ensemble.KONSonanz.WIEN mit Bläserkammermusik (Matinee am 19. Juni) – und Kinder, die Prinz Chocolat (Einem/Ingrisch) unter der künstlerischen Leitung von Caroline Ko­czan und Ulrich Kaufmann neu interpretieren (in Zusammenarbeit mit der Musikhauptschule Eggenburg), komplettieren ein Programm, das – rund um Werke des Meisters gebaut – maßgeschneidert für Oberdürnbach und Maissau ist und nur hier erlebt werden kann.

17. bis 19. Juni 2011

Informationen

GottfriedVonEinem-Tage

A-3712 Maissau, A-3721 Oberdürnbach

Tel. (+43-664) 878 26 55

tickets@einem-tage.at

www.einem-tage.at

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