SIMsKultur Online

Egon Schiele, Liegendes Neugeborenes, 1919OskarKokoschka_SitzendesMaedchen_1921_KleinWerner Berg, Allerheiligen, 1934 (1)Werner Berg, Dorfabend, 1932Werner Berg, Haeuser unterm Berg, 1946Werner Berg, Holzfäller, 1934Werner Berg, Kruzifix und Herbstblumen, 1934

Explosion der Farbe – Aquarelle der ­Sammlung Leopold

Über 50 ausgewählte Meisterwerke der Aquarell­malerei aus dem Leopold Museum Wien und der privaten Sammlung Leopold illustrieren in herausragenden ­Beispielen die Entwicklung des Aquarells innerhalb der österreichischen Kunst des 20. Jahrhunderts.

10. Oktober-Platz 4, A-9150 Bleiburg

Die Ausstellung Explosion der Farbe – Aquarelle der Sammlung Leopold spannt den Bogen vom Expressionismus über die Kunst der 1920er- und 1930er-Jahre bis zur Epoche nach 1945 mit Werken von Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Oskar Laske, Wilhelm Thöny, Herbert Boeckl, Josef Dobrowsky, Gerhart Frankl, Gustav Hessing, Kurt Moldovan und Karl Stark, um nur einige der in der Schau vertretenen Künstler zu nennen. Ihrem Schaffen galt die besondere Aufmerksamkeit des großen Sammlers Prof. Dr. Rudolf Leopold. Sein einzigartiges Gespür für die Qualität von Kunstwerken lag wohl, wie er selbst oft erwähnte, darin, Bilder mit den Augen der Künstler zu sehen. Dieses unmittelbare Einfühlen in eine Welt der Farben lässt sich kaum besser erschließen als beim Betrachten von Aquarellen.

Ein besonderes Anliegen des Werner Berg Museums ist stets der Dialog seiner Sonderausstellungen mit dem künstlerischen Werk von Werner Berg. Die Auswahl der in der aktuellen Ausstellung präsentierten Aquarelle umfasst jene Periode der österreichischen Kunst, die weitgehend mit der Schaffenszeit von Werner Berg zusammenfällt. Dem Feuerwerk expressiver Farbigkeit zahlreicher Künstler stehen die nicht minder ausdrucksstarken Aquarelle Werner Bergs gegenüber und dokumentieren somit anschaulich den hohen Stellenwert seiner Aquarelle im gesamtösterreichischen Kontext.

Prof. Dr. Rudolf Leopold hat gemeinsam mit seiner Gattin, Dr. Elisabeth Leopold, das Werner Berg Museum mehrfach und gern aufgesucht. Mit seinem Tod am 29. Juni 2010 hat auch das Museum in Bleiburg einen unersetzlichen Freund verloren. Die Ausstellung 2011 ist daher seiner Erinnerung gewidmet.

1. Mai bis 31. Oktober 2011

Othmar Jaindl zum 100. Geburtstag

Der Skulpturengarten des Werner Berg Museums steht 2011 ganz im Zeichen des 100. Geburtstags des bedeutenden Kärntner Bildhauers Othmar Jaindl (1911–1982). Dessen Holzskulpturen werden auch in den Räumen der ständigen Sammlung dem reichen Bildbestand der Stiftung Werner Berg gegenübergestellt.

Was Othmar Jaindl herausforderte, war ­einerseits der Werkstoff Holz, der nahezu sämtliche Etappen seines Œuvres kennzeichnet, und zum anderen der stete Wunsch nach Vervollkommnung der Form. Jaindl ging hier mitunter bis an die äußersten Grenzen, die das orthodoxe, in gewisser Weise vorbelastete Material zulässt. Zugleich war er darum bemüht, Merkmale und Charakter des Werkstoffs Holz zu erhalten, ja zu betonen und durch das Aufspüren einer adäquaten Form erst richtig zum Leben und Erklingen zu bringen. Er führte mit dem Holz gleichsam ­einen Dialog, ein in dieser Intensität und Ausdauer höchst ungewöhnliches Zwie­gespräch, das erst der Tod beendete.

1. Mai bis 31. Oktober 2011

Das Werner Berg Museum

Das Museum des Malers Werner Berg (1904–1981), eines der bedeutendsten österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts, ist zu einem Anziehungspunkt für Kunstliebhaber aus ganz Europa geworden. Das Museum bietet einen repräsentativen Überblick über das Lebenswerk dieses 1904 in Wuppertal-Elberfeld geborenen Künstlers, der sich 1931 auf dem Rutarhof in Unterkärnten angesiedelt hatte, um dort bis zu seinem Tod 1981 mit seiner Familie als Bauer und Maler zu leben. Sein Werk, dessen Wurzeln im deutschen Expressionismus liegen, ist auch ein einmaliges Dokument seiner Wahlheimat Südkärnten.

Das Museum selbst ist in einem jahrhundertealten Gebäude auf dem Bleiburger Hauptplatz untergebracht, dessen sehr ­gefühlvoll revitalisierte Bausubstanz den idea­len Rahmen für die Kunstwerke bietet. Die gelungene Symbiose von moderner Formensprache und historischer Bausubstanz lässt den Besuch auch zu einem architektonischen Erlebnis werden.

Das Museum bietet Kinderführungen durch die jeweilige Ausstellung mit anschließendem Malen in kleinen Gruppen gegen Voranmeldung.

Malstifte und Papier stehen unseren kleinen Besuchern in der Kreativwerkstätte ständig zur Verfügung und regen zu kreativer Auseinandersetzung mit den Kunstwerken an.

Informationen

Werner Berg Museum
10.-Oktober-Platz 4, A-9150 Bleiburg
Tel. (+43-42 35) 21 10-27
Di–So 10–18 Uhr
Führungen für Gruppen auf Anfrage

bleiburg.museum@ktn.gde.at
www.wernerberg.museum

www.bleiburg.at

Leserkommentare

Zum Kommentieren kostenfrei registrieren oder anmelden.