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Uraufführung Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß

Zum zehnten Geburtstag der Nibelungen-Festspiele ist das Staraufgebot besonders groß.

Von-Steuben-Straße 5, D-67549 Worms

Neue Schauspieler sowie bekannte Namen aus zehn Jahren Festspiele konnte Intendant Dieter Wedel für die diesjährige Uraufführung Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß engagieren: Rufus Beck, Felicitas Woll, Jürgen Tarrach, Manfred Zapatka, Teresa Weißbach, Peter Striebeck, Walter Plathe, André ­Eisermann, Anouschka Renzi, Nadine Schori und andere. Festspielintendant Dieter Wedel zum neuen Ensemble: „Es ist ganz selten, dass man für alle Rollen die optimale Wunschbesetzung bekommt. In dem Fall haben alle zugesagt!“

Im Jubiläumsjahr der Nibelungen-Festspiele in Worms wird Die Geschichte des ­Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß uraufgeführt. Es ist die Geschichte einer großen Freundschaft zwischen einem Herzog und seinem Berater Joseph Süß, einer bewegenden Liebe, ein Drama über Hass, Vorurteile, Verrat und einen beispiellosen Justizskandal, bei dem bis heute die wahren Umstände den Meisten unbekannt sind. Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer ist ähnlich wie die Nibelungen ein von den Nazis kontaminierter Stoff.

Dieter Wedel hat gemeinsam mit Joshua Sobol (Ghetto, Die Palästinenser) das neue Stück erarbeitet und inszeniert es vor dem Wormser Kaiserdom. „Immer wieder hat
es Justizirrtümer gegeben, Justizskandale, mörderische Fehlurteile, aber kaum ein anderes hat die Gemüter derart bewegt wie das Schicksal des Joseph Süß Oppenheimer, genannt ‚Jud Süß‘, der 1738 unter dem Jubel von Tausenden Zuschauern grausam aufgehängt wurde“, erklärt Dieter Wedel. Mit kaum einer anderen Figur hätten sich Schriftsteller, Historiker, Filmemacher und Propagandisten so oft befasst, sie benutzt und verunglimpft oder zu verteidigen versucht, sie dämonisiert oder glorifiziert. Aber wer war der Mann, der sich hinter den Legenden verbirgt? Warum gilt es noch immer für die einen als beinahe anrüchig, für die anderen als mutig, sich mit dem Mythos Joseph Süß Oppenheimer zu befassen?

Auf diese Fragen versuchen Dieter Wedel und Joshua Sobol mit Die Geschichte des ­Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß Antworten zu finden. Schon zu Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2004 kündigte Dieter Wedel an, neben dem Nibelungen-Thema auch andere Stoffe auf die Bühne zu bringen, die mit der Wormser Geschichte verbunden sind. Im vergangenen Sommer machte er mit der Geschichte über den Stauferkaiser Friedrich II. in Teufel, Gott und Kaiser erfolgreich den Anfang.

Worms ist seit dem Mittelalter eng mit der Geschichte der Juden in Deutschland verknüpft. In Worms befindet sich der älteste jüdische Friedhof Europas – seit vielen Jahrzehnten Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. Auch die Geschichte des jüdischen Finanziers Joseph Süß Oppenheimer ist ein Mythos, der über die Jahrhunderte hinweg – ähnlich wie die Geschichte des Hauptmanns Dreyfus in Frankreich – die Menschen bewegt hat. Auf Ver­teidigungs­schriften folgten hasserfüllte Pamphlete, die in dem antisemitischen Hetzfilm Jud Süß von Veit Harlan gipfelten.

25. Juni bis 10. Juli 2011

Informationen

TicketService Worms, Rathenaustraße 11 (Haupteingang Das Wormser)

Ticket-Hotline: Tel. (+49) 01805 337 171

(€ 0,14/Min. aus dem dt. Festnetz, aus anderen Netzen möglich; ­Mobilfunk max. € 0,42/Min.),

ebenso bei allen angeschlossenen

Ticket-­Regional-Vorverkaufsstellen

www.nibelungenfestspiele.de

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