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Weil wir Mädchen sind … Mädchenwelten in Afrika, Asien und Lateinamerika

Eine interaktive Ausstellung mit Erlebnischarakter feiert Premiere im lebensspuren.museum in Wels.

Pollheimerstrasse 4, A-4600 Wels

Von den Benachteiligungen, unter denen Kinder weltweit aufwachsen müssen, sind Mädchen in sehr vielen Ländern noch weitaus schwerer betroffen als Jungen. Ein Schulbesuch, medizi­nische Versorgung, ausreichend Nahrung – davon kann so manches Mädchen in vielen Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas nur träumen, obwohl die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen eine Gleichbehandlung aller verlangt.

Plan Deutschland hat ein Bündnis mit führenden Medienfrauen ins Leben gerufen, um auf die Situation von Mädchen in Entwicklungsländern aufmerksam zu machen. Im Rahmen dieser Mädchenkampagne realisierte Plan Deutschland die Ausstellung Weil wir Mädchen sind …, welche die Besu­cher(innen) in andere Lebenswelten entführt und sie zur Lebenswelt von Mädchen in Österreich in Bezug setzt.

Am 16. Februar 2011 feierte die Erlebnisausstellung Österreichpremiere im lebensspuren.museum; eröffnet von der Schauspielerin Senta Berger, Schirmfrau der Schau, gemeinsam
mit Anna Eisenrauch, Vizebürgermeisterin der Stadt Wels, und Rudi Klausnitzer, Vorstandsmitglied von Plan ­Österreich.

 

Mädchenwelten in Indien,

im Sahel und in den Anden

In Weil wir Mädchen sind … erleben die Besucher(innen) exemplarisch den Alltag von Djenebou aus Mali, Asha aus Indien und Yoselin aus Ecuador.

Die Mädchen aus diesen Gebieten erklären die fremden Welten und lassen das Publikum die unterschiedlichsten Eindrücke aus ihrem Alltag sehen, riechen, hören und fühlen.

Die Namen der drei Mädchen sowie die Namen ihrer Heimatorte wurden zu ihrem Schutz verändert. Die Biografien von Djenebou, Asha und Yoselin zeigen aber: So oder so ähnlich leben viele Mädchen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Zahlreiche Mitmachstationen laden das Publikum zu einer virtuellen Weltreise ein. Am Schicksalsrad drehen, Tattoos selber machen, einen Wassereimer auf dem Kopf balancieren, Hirse stampfen, eine traditionelle Hochzeit vorbereiten, Stoffe weben und vieles mehr.

Neben den bunten Seiten im Leben der drei Mädchen verdeutlicht die Schau aber auch die Benachteiligungen unter denen sie leiden. In jeder Region befindet sich eine separate Kammer, in der ein typisches dramatisches Phänomen auf berührende Weise dargestellt wird.

WICHTIG! Die Kammern sind so gestaltet, dass sie die Besucher(innen), vor allem Kinder, vor einer ungewollten Konfrontation schützen. Man kann also frei entscheiden, ob man diese Bereiche betreten möchte oder nicht. Themen wie Gewalt gegen Mädchen und Frauen, Zwangsverheiratung oder weibliche Beschneidung werden sensibel vermittelt.

Das lebensspuren.museum hat ein ­umfangreiches Begleitprogramm mit Workshops, Vorträgen und Führungen vorbereitet.

Die Schau wendet sich an Mädchen und Buben ab acht Jahren sowie Familien, Einzelbesucher und Gruppen.

bis 18. Juni 2011

Informationen

lebensspuren.museum

Pollheimerstraße 4, A-4600 Wels

Tel. (+43-72 42) 70 6 49

Di–Sa 10–16 Uhr,
So, Mo und Fei geschlossen

museum@lebensspuren.at

www.lebensspuren.at

www.weil-wir-maedchen-sind.at

www.plan-oesterreich.at

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