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BEGEGNUNGEN vor zauberhafter Kulisse

Orchester- und Kammerkonzerte, Schauspiel und kulinarische Genüsse, Open-Air und intime Räume: Die 1. Biennale für Ostwestfalen-Lippe bietet wahrlich Begegnungen der besonderen Art. Schauplatz und zugleich atemberaubende Kulisse ist Schloss Rheda im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück.

Wie ein Buch der Architekturgeschichte öffnet sich dem Betrachter das idyllische Wasserschloss Rheda mit seinen Türmen und Trakten. Das in Privatbesitz befindliche Schloss öffnet seinen Park und ausgesuchte Räume fünf Tage für ein Festival der Spitzenklasse: Vom 13. bis 17. Juni präsentieren sich hier unter dem Motto „land.schafft.kultur“ die führenden Kulturinstitutionen der Region Ostwestfalen-Lippe. Das Theater Bielefeld mit den Bielefelder Philharmonikern, das Landestheater Detmold, die Hochschule für Musik Detmold, die Nordwestdeutsche Philharmonie mit Sitz in Herford sowie das Thea­ter Paderborn sorgten bereits mit einem viertägigen Prolog im vergangenen Jahr für einen Vorgeschmack und einen regen Publikumsstrom. Unter der Festivalleitung von Dieter Powitz, stellvertretender Intendant am Theater Bielefeld, präsentierte das Kulturquintett ein erstklassiges Programm. Mehr als 2500 Zuschauer kamen zu den sieben nahezu ausverkauften Veranstaltungen. Das Schloss Rheda – ­eine der ältesten Wasserburgen Westfalens – erwies sich mit seiner unvergleichlichen Atmosphäre als idealer Veranstaltungsort.

Musikalischer Alpentransfer

Die 1. Biennale der Region wird nun mit Spannung erwartetet und steht ganz im Zeichen ungewöhnlicher Begegnungen und musikalischer Grenzgänge. Eröffnet wird sie am Mittwoch, 13. Juni, mit einem spektakulären Open-Air-Konzert der Bielefelder Philharmoniker unter der Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Kalajdzic sowie dem Blechbläserensemble Mnozil Brass aus Wien. Unter dem Titel „Musikalischer Alpentransfer“ geht die philharmonische Reise zunächst nach Italien – unter anderem zu Nino Rota, der vor allem durch seine zahlreichen Filmmusiken berühmt wurde. Insbesondere für Fellini-Filme schuf er einen unnachahmlichen Soundtrack. Seine Filmmusik zu Francis Ford Coppolas Der Pate wurde 1975 sowohl mit einem Oscar als auch mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Die Ballettsuite La Strada wurde von Alexander Kalajdzic wegen ihrer hinreißend-wuchtigen Musik ausgewählt, die so besonders gut zum Festivalort passt. „Wenn da ein Auge trocken bleibt, würde mich das wundern“, so der Bielefelder GMD.

Das international bekannte Septett Mnozil Brass (benannt nach einem Gasthaus in der Wiener Innenstadt, in dem sich schräge Vögel zu treffen pflegten) liefert so ziemlich das Beste an musikalischem Humor, was zurzeit in Europa zu haben ist: virtuoses Musikkabarett, das die Zuschauer mit schrägen Eigenkompositionen und irrwitzigen Coverversionen von den Stühlen reißt. Wiener Schmäh, gepaart mit höherem Blödsinn.

Ab 20. April wird das komplette Programm der Biennale bekannt gegeben. Doch schon jetzt ist klar: Ob Open Air auf der Vorburg, intime Lesung in der Orangerie oder Kammerkonzert in der Kapelle – die Biennale für Ostwestfalen-Lippe schafft Begegnungen der besonderen Art an einem der inte­ressantesten Orte der Region.

13. bis 17. Juni 2012, Schloss Rheda

Informationen

land.schafft.kultur – Biennale für ­Ostwestfalen-Lippe

Karten (VVK ab 21. April) und Infos:

Tel. +49 (0) 521/51 64 10

www.landschafftkultur.de