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Glaube

LUCERNE FESTIVAL steht im Sommer 2012 unter dem Motto „Glaube“. Das Sommerfestival fragt nach dem Verhältnis von Musik und Glauben. Das Spektrum ist musik­historisch und konfessionell weit gespannt. Es reicht von Mendelssohns Reformationssymphonie über Verdis theatralisches Requiem bis zu Strawinskys Psalmensymphonie und Schönbergs Oper Moses und Aron – Zeugnissen einer religiösen Selbstvergewisserung im 20. Jahrhundert.

Hirschmattstrasse 13, CH-6002 Luzern

Jahrhundertelang schrieben die Komponisten in Europa ihre Werke nahezu exklusiv für die Kirche, für Gottesdienste, hohe Festtage, zur Andacht und Er­bauung. Noch Johann Sebastian Bach schuf seine Musik erklärtermaßen allein zur höheren Ehre Gottes: „Soli Deo Gloria“. Dann aber trennten sich die Wege: Der Blick der Musiker richtete sich nicht mehr zwangsläufig nach oben, sondern eher nach innen. Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurde die Musik schließlich selbst zu einer Art Religion: Der Konzertsaal avancierte zum Tempel bürgerlicher Kunst­andacht, die Komponisten wurden zu Propheten, wenn nicht gar Heiligen.

Als „Composer-in-Residence“ wurden Philippe Manoury und Sofia Gubaidulina eingeladen, eine der bedeutendsten Komponistinnen unserer Zeit, in deren Musik Glaubens- und Sinnfragen allgegenwärtig sind. Und auch der lettische Dirigent And­ris Nelsons, unser „artiste étoile“, widmet sich mit Beethovens Symphonie Nr. 9 und Mahlers Auferstehungssymphonie wegweisenden Bekenntniswerken.

Für fünfeinhalb Wochen sind die legendären Dirigenten und Solisten in Luzern zu Gast: von Daniel Barenboim und Valery Gergiev bis zu Simon Rattle und Lorin Maazel, von Cecilia Bartoli und Jonas Kaufmann bis zu Frank Peter Zimmermann und Maurizio Pollini. Und natürlich die weltberühmten Orchester: von den Berliner und Wiener Philharmonikern bis zum Cleveland Orchestra und zum Königlichen Concertgebouworchester. Claudio Abbado und das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA beschließen ihren großen Mahler-Zyklus mit der Symphonie Nr. 8, die auf dem Pfingsthymnus „Vene Creator Spiritus“ gründet. Und die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY erarbeitet Werke von Schönberg und Ives bis zur unmittelbaren Gegenwart.

 

Rahmenprogramm

Auch diesen Sommer gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm: In Künstlergesprächen und in den aufschlussreichen „Foren“ der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY kann man zentrale Künstler und Werke des Festspielsommers näher kennenlernen. LUCERNE FESTIVAL Young, die Veranstaltungsreihe für Kinder und Jugendliche, wendet sich mit speziellen Konzerten und Workshops an den musikinteressierten Nachwuchs. Und zusammen mit dem Luzerner stattkino präsentiert LUCERNE FESTIVAL eine Filmreihe, die das Festivalthema „Glaube“ unter die Lupe nimmt. Hinzu kommen auch dieses Jahr wieder LUCERNE FESTIVAL in den Straßen, das internationale Straßenmusikfestival im Festival, sowie ein Fest für Luzern, das die Festspielmetropole bis tief in die Nacht pulsieren lässt.

8. August bis 15. September 2012

Informationen

LUCERNE FESTIVAL

Hirschmattstraße 13, CH-6002 Luzern

Tel. +41 (0) 41/226 44 00

info@lucernefestival.ch

www.lucernefestival.ch