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Parallelwelt Zirkus

Die Ausstellung Zirkus führt über Werke zeitgenössischer Künstler von Maurizio Cattelan bis Erwin Wurm in das Universum Zirkus ein.
Museumsplatz 1, A-1070 Wien

Seit den Anfängen des Zirkus zählen das Exotische und Absonderliche zu seinen festen Bestandteilen. Der Zirkus ist Synonym für die Welt der Träume, für das Entfliehen aus der Realität, für die Möglichkeit einer anderen Lebenspraxis und hat als Parallelwelt vor allem in den unterschiedlichen Genres der Künste – etwa in Film, Literatur und bildender Kunst – seine Rolle als Projektionsfläche gefunden. Fasziniert vom Zirkus, seinen Formen und seiner Praxis, erschuf etwa Peter Blake seine persönliche Menagerie an Akrobaten und Zirkusfabelwesen, und Federico Fellini thematisierte den Zirkus in zahlreichen Filmen wie La Strada oder I Clowns als Metapher für einen Ort der Träume und der Sehnsucht. Neben Tieren und Akrobaten ist es aber vor allem die Figur des Clowns, die in ihrer Vielschichtigkeit zwischen gut und böse, lustig und traurig die Kunst seit jeher inspiriert.

Künstler(innen): Peter Blake, Roni Horn, Julien Bismuth, Clifton Childree, Anna Kolodziejska, Federico Fellini, Tomasz Kowalski, Bruce Nauman, Ugo Rondinone, Rona Yefman, Erwin Wurm und andere.

4. Mai bis 2. September 2012, Halle 1


Cut-ups, Cut-ins, Cut-outs

Die Kunst des William S. Burroughs

William S. Burroughs (1914–1997), Ikone der amerikanischen Beat Generation, hat die Öffentlichkeit vor allem durch sein Image des exzessiven, drogensüchtigen ­Literaten fasziniert, der in einer bizarren Wilhelm-Tell-Nummer versehentlich seine Frau erschoss. Als Revolutionär und homosexueller Intellektueller bewundert und für seine Schusswaffenbegeisterung kritisiert, begründete er mit seinem Roman Naked Lunch (1959) eine neue Form des Schreibens: die „Cut-up“-Methode, bei der Textfragmente intuitiv zu offenen, assoziativen Erzählstrukturen zusammenfügt werden. Der visionäre Autor sprach 1971 von der „elektronischen Revolu­tion“, er beeinflusste Gegenkulturen von der Acid-Szene bis zu Punk und erlangte in der jungen New Yorker Kunstszene der 1980er- und 1990er-Jahre späte Popularität. Neben legendären „Shotgun Paintings“ wirft die Ausstellung mit Cut-ups in unterschiedlichen Medien einen Blick auf den Cross-over-Charakter des Werks von William S. Burroughs zwischen Literatur, Bild und Sound, das weite Bereiche der Massenkultur, Musik und Techniken des digitalen Samplings beeinflusst hat.

15. Juni bis 14. Oktober 2012, Halle 2


Informationen

KUNSTHALLE wien

Museumsplatz 1, A-1070 Wien

Halle 1, Halle 2

täglich 10–19 Uhr, Do 10–21 Uhr

Tel. +43 (0) 1-521 89-0

office@kunsthallewien.at

www.kunsthallewien.at