SIMsKultur Online

0485,Füger-a5

Von der Antike bis zur Gegenwartskunst.

Reise an den Nil und in die Unterwelt

Residenzplatz 1, A-5010 Salzburg

Meisterwerke aus vier Jahrhunderten befinden sich im Sammlungsbestand der Residenzgalerie Salzburg, der zu den kostbarsten Kunstschätzen des Landes Salzburg zählt. Zur wechselnden Schausammlung werden regelmäßig Sonderausstellungen angeboten.

Faszination Ägypten. Die imaginäre Reise des Norbert Bittner (1786–1851)

Norbert Bittners Bilder einer Ägyptenreise versetzten das biedermeierliche Wien in helle Begeisterung. Auslöser für die „Ägyptomanie“, die ganz Europa erfasst hatte, war die Ägyptenexpedition Napoleons von 1798 bis 1801, publiziert in der monumentalen 22-bändigen Dokumentation Description de l’Égypte … (Paris 1809–1828) von Dominique Vivant Denon.

Bittner diente dieses Prachtwerk als Vor­lage für seine Aquarellserie, die sich heute im Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste in Wien befindet.

Die zarten Aquarelle bezaubern gegenüber den schwarzweißen Kupferstichen durch den Reiz einer heiteren Fantasiewelt, die nur ein Künstler wagen konnte, der selbst nie ägyptischen Boden betreten hatte. Eine Kooperation mit dem Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien.

4. Mai bis 1. Juli 2012

Einmal Unterwelt und zurück.

Die Erfindung des Jenseits

Die Unterwelt als Reich der Toten beflügelte schon immer die Vorstellung der Lebenden und prägt bis heute das künstlerische Schaffen.

Nach mythologischer Auffassung erreicht der Verstorbene die Unterwelt durch einen oder mehrere streng bewachte Zugänge. Die Verstorbenen sollen eingelassen, eine Rückkehr soll jedoch auf ewig verweigert werden. Dennoch verstand man in der Antike die Unterwelt als keinen abgeschlossenen Ort. Helden wie Odysseus, Herakles, Orpheus, Theseus oder Äneas drangen in das Reich der Schatten vor, um die Toten zu befragen oder sie zurück auf die Erde zu holen. Auch Hades, der Gott der Unterwelt, musste seiner Frau Persephone die Rückkehr für die meisten Monate des Jahres gestatten. Eingang fand diese Auffassung schlussendlich in der Jenseits- und Höllenvorstellung des christlichen Abendlands. Jonas, Christus in der Vorhölle oder Das Jüngste Gericht sind Spiegelbilder antiker Traditionen. Ein weiteres Spiegelbild dieser Vorstellungswelt ist unter anderem Dantes Göttliche Komödie. In seinen vielen Facetten wird das Thema von der Antike bis zur Gegenwart beleuchtet. Zu sehen sind Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Installationen sowie Neue Medien.

21. Juli bis 4. November 2012

GedankenStriche.

Glanzstücke aus der Grafiksammlung der Universitätsbibliothek Salzburg

Aus der großartigen Grafiksammlung der Salzburger Fürsterzbischöfe – von Wolf Dietrich von Raitenau bis Hieronymus Colloredo –, die zum Teil in Salzburg erhalten geblieben und heute in die Universitätsbibliothek Salzburg integriert ist, werden erlesene Kostbarkeiten aus Anlass der Neugründung der Universität Salzburg vor 50 Jahren gezeigt. Italienische Zeichnungen von der Renaissance bis zum Barock bilden den Schwerpunkt der Ausstellung. Zu sehen sind Skizzen von Paolo Veronese, Jacopo Palma il Giovane, Jacopo Bassano, Johann Michael Rottmayr, Michelangelo Unterberger und anderen.

23. November 2012 bis 3. Februar 2013

Informationen

Residenzgalerie Salzburg

Residenzplatz 1, A-5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 840451-0

Di–So 10–17 Uhr

www.residenzgalerie.at