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Wandern – Wege und Irrwege

Unter diesem Thema begleiten die Zürcher Festspiele ihr Publikum auf verschiedensten Wegen künstlerischer Wanderschaft. Der Zürcher Festspielpreis wird Heinz Spoerli, dem langjährigen Direktor und Chefchoreografen des Zürcher Balletts, verliehen.
Falkenstrasse 1, CH-8008 Zürich

Das Wandern gilt seit jeher als Metapher für Gedanken- und Lebenswege – was sich über die Jahrhunderte hinweg bis heute in allen Künsten widerspiegelt. Die Zürcher Festspiele laden im Jahr 2012 herzlich dazu ein, unterschiedlichste Wanderungen und Wege aufzunehmen und mitzugehen.

Große Festspielpremieren

Das Opernhaus Zürich feiert seine Festspielpremiere mit Paul Hindemiths Bekenntniswerk Mathis, der Maler, die Titelpartie singt Thomas Hampson. Die Oper, die 1938 in Zürich uraufgeführt wurde, erzählt eindrucksvoll die Geschichte des schöpferischen und biografischen Lebenswegs von Matthias Grünewald. Das Schauspielhaus Zürich zeigt mit Glaube, Liebe, Hoffnung eine Neuproduktion von Christoph Marthaler – es ist das vierte Stück von Ödön von Horváth, das Marthaler inszeniert und eines seiner liebsten. Für die Festspielinszenierung Ein Sommernachtstraum wandeln im Theater Neumarkt Shakespeares Protagonisten sowie echte Handwerker aus dem Zürcher Niederdorf auf nächtlichen Wegen und Irrwegen. Das Theater Rigiblick bringt mit Bummel durch Europa Mark Twains Reiseerlebnisse auf die Bühne.

Metaphern des Wanderns im Konzertprogramm

Unter der Leitung seines Chefdirigenten David Zinman spielt das Tonhalle-Orchester Zürich Hector Berlioz’ Harold en Italie und widmet Richard Wagner, dem Wanderer, ein ganzes Konzert. Sir Roger Norrington dirigiert Joseph Haydns Jahreszeiten. Weiterhin erklingen, gespielt vom Collegium Novum Zürich, die Lieder eines fahrenden Gesellen in der Bearbeitung von Arnold Schönberg. Konstantin Scherbakov gibt einen Klavierabend – mit Franz Schuberts Grazer Fantasie und der Wanderer-Fantasie sowie dem der Schweiz gewidmeten Part aus Franz Liszts Années de pèlerinages. An einem Wochenende sind sowohl Die schöne Müllerin als auch die Winterreise von Franz Schubert, gesungen von Christoph Prégardien und Florian Boesch, zu hören.

Zürcher Festspielpreis, literarische Wanderungen und bildende Kunst
Weitere Höhepunkte sind die Verleihung des Zürcher Festspielpreises an Heinz Spoerli, den langjährigen Direktor und Chefchoreografen des Zürcher Balletts. Das Theaterhaus Gessnerallee lädt zu einem Fest auf dem ganzen Gelände ein, bei dem die wandernden Festspielbesucher – zusätzlich zur Langzeitperformance And on the Thousandth Night von Forced Entertainment – begehbare Installationen erleben. Auf den Spuren von James Joyces Ulysses spaziert das Publikum durch die Stadt und begleitet Carl Seelig, gelesen von Bruno Ganz, auf seinen Wanderungen mit Robert Walser. Das Kunsthaus Zürich zeigt mit Deftig Barock eine große Ausstellung zur Kunst des Barock, im Museum Rietberg wird Die Schönheit des Augenblicks mit dem japanischen Sternenfest Tanabata gefeiert.

15. Juni bis 8. Juli 2012

Informationen

Zürcher Festspiele

Falkenstraße 1, CH-8008 Zürich

Tel. +41 (0) 44/269 90 90

info@zuercher-festspiele.ch

www.zuercher-festspiele.ch

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