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ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH

Mit Werkpräsentationen von Manfred Wakolbinger und Hans Kupelwieser startet ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH 2012 seine Ausstellungstätigkeit unter der künstlerischen Leitung von Mag.a Alexandra Schantl.

Um der Bedeutung und hohen Qualität des künstlerischen Schaffens Rechnung zu tragen, erschließt ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH an zwei Standorten im Zentralraum Niederösterreichs neue Ausstellungsflächen.
Der Standort der Landesgalerie Krems ist die säkularisierte Dominikanerkirche im Zentrum von Krems, in deren angrenzendem Klostertrakt auch das Stadtmuseum untergebracht ist. Die Landesgalerie bespielt das Kirchenschiff jährlich im Zeitraum zwischen Mai und Oktober mit einer Personalausstellung. Für die Anforderungen von ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH wird die Dominikanerkirche Krems derzeit durch die Architekten Lukas & Fritz Göbl/Franz Gschwantner und das Team BWM baulich adaptiert und den Anforderungen moderner Präsentationen angepasst. Im Zuge dessen ist im Eingangsbereich der Kirche die Errichtung eines transparenten Glaswürfels geplant, der die Funktion eines gemeinsamen Kassenfoyers für das Museum Krems und die Landesgalerie hat.
Die Sankt Pöltner Dependance der Landesgalerie befindet sich in der Shedhalle des Landesmuseums Niederösterreich. Die 1996 erbaute Ausstellungshalle, deren Name sich von der markanten Dachform ableitet, wurde 2002 von BWM Architekten mit einer von Stahlstützen getragenen, über zwei Treppenaufgänge erreichbaren Galerieebene ausgestattet und dient seither vornehmlich wechselnden Präsentationen moderner und zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung des Landesmuseums. Die infolge der neuen Nutzung des Erdgeschosses durch die Landesgalerie notwendig gewordenen und von BWM durchgeführten Umbaumaßnahmen zielen auf eine Minimierung der Sichtverbindung zwischen oberer und unterer Ebene sowie eine flexible Wandgestaltung ab, sodass im Obergeschoss weiterhin Ausstellungen aus Museumsbeständen und ebenerdig jährlich drei Personalen stattfinden können. Der Raum, der im Erdgeschoss der großen Halle vorgelagert ist und in dem bis dato kleinere Sonderausstellungen gezeigt wurden, übernimmt dabei die Funktion des Entrees zur Landesgalerie, wodurch die Möglichkeit eines separaten Zugangs geschaffen wird.
ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH vereint monografische Ausstellungen mit ambitionierten Publikationen zum Schaffen von Künstler(inne)n, die in Niederösterreich leben oder mit diesem Bundesland eng verbunden sind und deren Œuvre überregionale oder internationale Wertschätzung genießt. Besonderes Augenmerk gilt aber auch jenen Künstler(inne)n, deren Werk aufgrund der dynamischen, von diversen Trends bestimmten Entwicklung des Kunst- und Ausstellungsbetriebs in den letzten Jahren zu wenig beachtet wurde. Ziel von ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH ist es daher, herausragende künstlerische Positionen aufzuzeigen und im Hinblick auf die Rezeption österreichischer Gegenwartskunst nachhaltige Arbeit zu leisten.

Manfred Wakolbinger: Up from the Skies

Die erste Ausstellung, die im Rahmen von Zeit Kunst Niederösterreich in der Dominikanerkirche Krems am 2. Juni 2012 eröffnet wird, widmet sich dem Werk des 1952 geborenen Manfred Wakolbinger und zeigt unter dem Titel Up from the Skies einen auf die gotische Architektur abgestimmten repräsentativen Querschnitt seines bildhauerischen Schaffens der letzten drei Jahrzehnte, kombiniert mit jüngst entstandenen Video- und Fotoarbeiten. Im Mittelpunkt von Wakolbingers künstlerischer Auseinandersetzung steht die Reflexion über die kommunikativen Möglichkeiten der Skulptur und die Kraft elementarer Formen.
Seit einigen Jahren lässt er seine Objekte auch mittels Fotografie gewissermaßen virtuell mit verschiedenen landschaftlichen oder urbanen Räumen interagieren, sodass sie einerseits „deplatziert“ wirken, andererseits jedoch auf unerwartete Weise mit ihrem „exotischen“ Umfeld formal korrespondieren. Am 31. August erwarten uns in der Dominikanerkirche eine Lesung mit Christoph Ransmayr – begleitet wird er vom Musiker Peter Rosmanith – und ein Konzert mit Christian Fennesz, Österreichs Aushängeschild in Sachen avancierter elektronischer Musik.

3. Juni bis 14. Oktober 2012

Hans Kupelwieser: Reflections

Die Landesgalerie Sankt Pölten wird am 28. September 2012 mit einer Einzelausstellung zum Schaffen Hans Kupelwiesers eröffnet. Die teils retrospektiv konzipierte Präsentation wird sich sowohl dem fotografischen als auch dem skulpturalen Schaffen widmen. Hans Kupelwieser, geboren 1948, Würdigungspreisträger des Landes Niederösterreich und seit 1995 Professor an der Technischen Universität Graz, ist vor allem als Bildhauer und in weiterer Folge für seine im öffentlichen Raum realisierten Arbeiten bekannt geworden (zum Beispiel Hohlkopfwand im Regierungsviertel Sankt Pölten, Jüdischer Friedhof Krems, Seebühne in Lunz am See). Dennoch bewegt sich sein Schaffen seit jeher im Grenzbereich zwischen Zwei- und Dreidimensionalität, wobei der Fotografie ebenso große Bedeutung zukommt wie der Skulptur. Dem Künstler geht es jeweils um eine konzeptuelle Erweiterung der Gattungsgrenzen, um das Ausloten technischer Möglichkeiten und nicht zuletzt um das Vorführen von Materialtäuschungen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Dialektik von Präsenz und Absenz, positiv und negativ, die sich insbesondere in seinen Fotogrammen manifestiert.

29. September 2012 bis 27. Januar 2013

Informationen

Landesgalerie Sankt Pölten

Landesmuseum Niederösterreich

Kulturbezirk 5, A-3100 Sankt Pölten

Di–So 9–17 Uhr, Mo außer Fei geschlossen

Landesgalerie Krems

Dominikanerkirche

Körnermarkt 14, A-3500 Krems

3. Juni bis 16. Oktober 2012, täglich 11–18 Uhr

Nähere Informationen zum Programm finden Sie auf

www.zeitkunstnoe.at

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