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Anatevka © Walter VogelweiderDagmar Schellenberger © Walter F. PambergFeuerwerk der Seefestspiele Mörbisch © Seefestspiele/Jerzy BinTerrasse © SFM/Jerzy Bin

Hitmusical und Operettenfeuerwerk

Die Saison 2014 bei den Seefestspielen Mörbisch schillert in vielen Farben. Haupt­produktion ist der Musicalwelthit Anatevka mit der ergreifenden Familiengeschichte des jüdischen Milchmanns Tevje. Mit einer speziell erarbeiteten Eigen­produktion kommt auch das angestammte Operettenpublikum voll auf seine Kosten.
Joseph Haydngasse 40, A-7000 Eisenstadt

1964 am Broadway uraufgeführt, zählt Anatevka zu den absoluten Klassikern im Bereich des Musicals. Am 10. Juli 2014 feiert das Stück mit dem englischen Originaltitel Fiddler on the Roof auch seine Mörbisch-Premiere.
„Der Wunsch nach einem Musical wurde im Zuge unserer großen Marktforschung vom Publikum sehr häufig an uns herangetragen“, erklärt Intendantin Dagmar Schellenberger den Ausflug ins „Nachbargenre“ der Operette. „Da wir natürlich für niemand anderen als unser Publikum spielen, erfüllen wir diesen Wunsch sehr gern.“

Faszination für Regisseur und ­Bühnenbildner
Erzählt wird die ergreifende Familien­geschichte des Milchmanns Tevje, seiner Frau Golde und ihrer fünf Töchter in ­einem jüdischen Dorf in der Ukraine in der vorrevolutionären Zeit um 1905. Für die Inszenierung zeichnet Regisseur Karl Absenger verantwortlich. Er hat das Mu­sical bereits mehrere Male erfolgreich in Szene gesetzt.
„Die spezielle Faszination von Anatevka liegt für mich im weiten Feld zwischen Lachen und Weinen, das dieses Stück vermittelt“, erläutert Absenger. Illustriert wird die Handlung von einem opulenten Bühnenbild, wie es das Mörbischer Publikum kennt und liebt. Bühnenbildner Walter Vogelweider bringt das Schtetl Anatevka auf die Seebühne. „Dieser unbeschwerten Tiefe, die dem Stück innewohnt, einen Raum zu geben und diesen Raum in den realen Sonnenuntergang der Seefestspiele Mörbisch setzen zu dürfen ist mein persönlicher Brückenschlag und erfüllt mich mit Demut“, freut sich Vogelweider bereits auf seine Arbeit.
Dirigieren wird David Levi, für die Choreografie konnte Roland Gawlik gewonnen werden.

Operette kennt keine Grenzen
Ganz ohne Operette wollen die Seefestspiele aber nicht sein – daher bekommt auch das Operettenstammpublikum 2014 genau das, was es an Mörbisch schätzt: die schönsten Melodien aus den beliebtesten Operetten, die allesamt schon auf der Seebühne zu sehen waren.
An zwei glanzvollen Galaabenden werden Operetten-Highlights, unter anderem aus Die lustige Witwe, Die Csárdásfürstin, Das Land des Lächelns, Die Fledermaus, Gräfin Mariza oder Wiener Blut präsentiert. Anlass für die Veranstaltungen unter dem Titel „Operette kennt keine Grenzen“ ist der 25. Jahrestag des Falls des Eisernen Vorhangs. Dieser Befreiungsschlag für Mil­lionen von Menschen im Jahr 1989 soll bei den Seefestspielen künstlerisch gewürdigt werden.

Internationale Stars
„Es ist mir ein Bedürfnis, dieses historische Jubiläum bei den Seefestspielen zum Thema zu machen“, sagt Intendantin Dagmar Schellenberger, „vor allem, weil wir uns hier quasi am Ort des Geschehens befinden. Aber durch meine eigene Biographie und Herkunft aus der ehemaligen DDR habe ich auch einen sehr persönlichen Zugang zu diesem Ereignis.“ Zudem konnte Dagmar Schellenberger für den feierlichen Anlass zwei Interpreten gewinnen, die nicht nur internationale Bühnenerfolge feiern, sondern deren Lebensgeschichten ebenfalls eng mit dem Thema verwoben sind: An beiden Abenden werden die ungarisch-österreichische Sopranistin Ildikó Raimondi (Staatsoper Wien) und der slowakische Tenor Pavol Breslik in „Operette kennt keine Grenzen“ zu hören sein. ­Außerdem mit dabei sind Cornelia Zink und Roman Martin. Abgerundet wird das Programm durch prächtige Balletteinlagen, moderieren werden Intendantin Dagmar Schellenberger und der Schauspieler Frank Hoffmann.

Genuss auf dem neuen Festspielgelände
Auf dem Gelände der Seefestspiele Mörbisch finden die Gäste nicht nur Kultur­genuss, auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Auf dem weitläufigen Festspielgelände warten unter anderem ein Restaurant mit pannonischen Spezialitäten, ein Kaffeehaus, ein Würstelstand und viele andere Annehmlichkeiten auf die Gäste – ein Großteil davon für den Fall ungünstiger Witterung überdacht. Bei Schönwetter bietet die Panoramaterrasse einen atemberaubenden Ausblick auf den malerischen Sonnenuntergang hinter den Weinbergen. Schon im vergangenen Sommer hat sich dieses Fleckchen als absoluter Lieblingsplatz der Gäste erwiesen.

Anatevka, 10. Juli bis 23. August 2014, 20.30 Uhr

Galaabend „Operette kennt keine Grenzen“
13. und 14. August 2014, 20.30 Uhr

Informationen und Tickets

Karten-Hotline: Tel. +43 (0) 26 82/66 2 10-0

tickets@seefestspiele-moerbisch.at

http://www.seefestspiele-moerbisch.at


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