SalutkanonenBronzezeitlicher Hortfund

Fundstücke

Das Rheinische Landesmuseum Trier zeigt seit Oktober 2009 seine neue Dauerausstellung
Weimarer Allee 1, D-54290 Trier

In der neuen Dauerausstellung werden die Besucher des Museums zum ersten Mal seit längerer Zeit zu einem geschlossenen Rundgang durch die Geschichte Triers und der Trierer Region eingeladen. Vom ersten Steinwerkzeug, das vor 200000 Jahren von Menschen hergestellt wurde, bis hin zum Porträt des letzten Trierer Kurfürsten aus dem 18. Jahrhundert lässt sich die Vergangenheit erfahren: Funde archäologischer Ausgrabungen, Kunstwerke und Erzeugnisse des Kunsthandwerks werden in neuer Gestaltung präsentiert und inhaltlich zeitgemäß vermittelt.

Durch seine Ausgrabungen, seine Forschungsarbeit und seine Restaurierungswerkstätten besitzt das Museum beste Voraussetzungen, fundiertes Wissen über das Leben in vergangenen Zeiten aus erster Hand zu vermitteln. Viele der Stücke in den neu eingerichteten Räumlichkeiten werden zum ersten Mal dem Publikum vorgestellt.

Die Neueinrichtung des Landes­museums erfolgt im Rahmen der Leitlinie der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, die Kulturschätze des Landes umfassend, effektiv und publikumsorientiert zu erschließen. Die Neuaufstellung umfasst eine Fläche von 2000 Quadratmetern und elf Säle, die den Themen Steinzeit, Bronzezeit, Kelten, Romanisierung, römische Grabdenkmäler, frühes römisches Trier, Früh-, Hoch- und Spätmittelalter sowie Renaissance und Barock gewidmet sind.

Zu den rund 3000 Exponaten der neu präsentierten Sammlung zählen Hortfunde mit Schmuck und Waffen der Bronzezeit, keltische Fürstengräber, Spuren des ältesten römischen Militärlagers in Deutschland sowie die Ausstattung der Barbarathermen, einer der größten und prächtigsten Badeanlagen im Römischen Reich. Zu sehen sind erhaltene historische Glasmalereien des Trierer Doms, über­raschende Einblicke in eine mittelalter­liche Abfallgrube und Salutkanonen als Belegstücke für den barocken Prunk der Trie­rer Kurfürsten. Als unscheinbarer, aber bedeutender Beweis für den Anspruch Triers, „älteste Stadt Deutschlands“ zu sein, dient ein hölzerner Pfeiler der ersten römischen Brücke über die Mosel.

Der Schwerpunkt des neuen Ausstellungskonzepts liegt auf der Präsentation der historischen Objekte als authentische Zeugnisse aus der Vergangenheit. Sie bilden zum einen die Grundlage für die wissenschaftliche Arbeit im Museum, und zum anderen erlauben sie den Besuchern Einblicke in die Geschichte. An zwölf Medienstationen mit audiovisuellen Präsentationen werden anhand von „Schlüsselobjekten“ aus den Sammlungen die wichtigsten Methoden und Techniken der Archäologie erläutert.

Ein wichtiges – und bei Besuchern beliebtes – Vermittlungsmedium ist der auf 46 Objekte angelegte „Audioguide“, der deutsch- wie fremdsprachigen Besuchern eine repräsentative Auswahl der Exponate in Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch erschließen wird. Zusätzlich erhalten junge Museumsbesucher ­eine kompetente wie altersgemäße Kinderführung. Natürlich wird auch die neue Dauerausstellung im Rheinischen Landesmuseum Trier mit den bewährten Angeboten an Führungen, Vorträgen, Fe­rien­pro­gram­men, Events und vielem mehr ergänzt.

Erstmals wird eine Auswahl von 100 he­raus­ragen­den Exponaten des Mu­seums auch in Buchform präsentiert. Mit zum Teil verblüffenden Detailaufnahmen werden Neuansichten längst bekannter, aber auch erste Blicke auf noch nicht gezeigte Exponate möglich, die zum Vergleich mit den Originalen in der Ausstellung ein­laden. Das als Bildband und Auswahlführer zugleich konzipierte Buch Fundstücke: Von der Urgeschichte bis zur Neuzeit liegt seit Eröffnung der neuen Präsentation vor.

Weitere neue Ausstellungsbereiche, die dem Alltag, der Kultur, der Religion und dem Wirtschaftsleben im römischen Trier und seiner Region sowie der spät­antiken Kaiserresidenz gewidmet sind, werden im Anschluss folgen.

Informationen
Rheinisches Landesmuseum Trier
Weimarer Allee 1, D-54290 Trier
Tel. (+49-651) 97 74-0
Di–So 9.30–17.30 Uhr, Mo geschlossen
info@landesmuseum-trier.de
www.landesmuseum-trier.de

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