ohne Titel, 2910, Tusche auf Papier, © Sandra Boeschensteinohne Titel, 2910, Tusche auf Papier, © Sandra Boeschensteinohne Titel, 2910, Tusche auf Papier, © Sandra Boeschensteinohne Titel, 2910, Tusche auf Papier, © Sandra Boeschenstein

das Double der Ursache

Bis 12. Dezember 2010 zeigt die ZF Kunst­stiftung die Ausstellung „das Double der Ursache” mit Zeichnungen von Sandra Boeschenstein im ­Zeppelin-Museum Friedrichshafen.
Seestraße 22, D-88045 Friedrichshafen

Sandra Boeschenstein hat als 25. Stipen­diatin der ZF Kunststiftung sechs Monate im ZF-Turmatelier in Friedrichshafen gelebt und gearbeitet. Unter dem Titel das Double der Ursache zeigt die ZF Kunststiftung bis 12. Dezember 2010 eine tempo­räre ortsspezifische Wandzeichnung sowie Zeichnungen der Künstlerin im Grenzraum des Zeppelin-Museums Friedrichshafen.

Alltägliche Erfahrungen und Beobachtungen bilden den Ausgangspunkt der Zeichnungen von Sandra Boeschenstein. Die Züricher Künstlerin lässt sich davon zu überraschenden Gedanken und Bildern anregen, die sie mit feinen Linien auf das Papier wirft. „Ich setze gezielt Dinge in Beziehung, wenn ich an die Ergiebigkeit genau dieser Konstellation glaube und zeichne, um sie zu sehen. Dies nicht im Hinblick auf einen ruhenden Sinn, sondern auf einen Sinndrall. Ich suche Alternativen zum statischen Sinnbegriff, da ­dieser nur greift, wenn ich bereit bin, die eigentliche Komplexität zu reduzieren“, beschreibt die Künstlerin ihre Intention.
Die Zeichnungen von Sandra Boeschenstein loten die Übergänge zwischen Wahrnehmen und Denken aus. Sie sind philosophische Betrachtungen, welche die Bewegungen im Gefüge der Wirklichkeit beobachten, oder wie es Sandra Boeschenstein formuliert: „Die Zeichnung wird zur reaktionsfähigen Basis für das Wechselspiel von Wahrnehmen und Denken. Wobei physiologisch interessant ist, wie die Kühnheit, mit der sich die Linie entrollt, auf das Denken überspringen kann.“
Die Ausstellung das Double der Ursache wurde am Donnerstag, 28. Oktober 2010, um 19 Uhr eröffnet. Nach der Begrüßung durch Dr. Ursula Zeller, Direktorin des Zeppelin-Museums Friedrichshafen, und Regina Michel, Geschäftsführerin der ZF Kunststiftung, führte Dr. Magdalena Holz­hey, Kuratorin der Kunsthalle Düsseldorf, in die Arbeit von Sandra Boeschenstein ein. Musikalisch gestaltet wurde die Ausstellungseröffnung von Andieh Merk.
Am 11. November 2010 um 19 Uhr wird zudem nach einwöchigem Zeichenprozess vor Ort die temporäre, ortsspezifische Wandzeichnung Ungelöste Kausalnähte von Sandra Boeschenstein im Eingangsbereich des Campus Am Fallenbrunnen 18 eröffnet.
Der Katalog zur Ausstellung wird im Rahmen der Finissage am 12. Dezember im Zeppelin-Museum Friedrichshafen präsentiert und dokumentiert auch die temporären, ortsspezifischen Wandzeichnungen im Zeppelin-Museum Friedrichshafen und auf dem Campus der Zeppelin-Universität Am Fallenbrunnen. Die Wandzeichnung Ungelöste Kausalnähte am Universitätsstandort und deren Aufnahme in den Ausstellungskatalog stellen eine erstmalige Kooperation der ZF Kunststiftung mit dem artsprogram der Zeppelin-Universität dar.

Informationen
ZF KUNSTSTIFTUNG
Graf-von-Soden-Platz 1, D-88046 Friedrichshafen
Tel. (+49-75 41) 77-7114
kunst.kultur@zf.com
www.zf.com/kunststiftung

Leserkommentare

Zum Kommentieren kostenfrei registrieren oder anmelden.