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Das Spitzentuch der Königin, Foto: Stephan FloßDer Carneval in Rom, Foto: Kai-Uwe Schulte-BunertPrinz Methusalem, Foto: Kai-Uwe Schulte-Bunert

Das Dresdner Johann-Strauß-Festival

Weltweit einmalig ist das Johann-Strauß-Repertoire der Staatsoperette Dresden. Diese Besonderheit wird ab 2011 in einem eigens dafür begründeten Festival zu er­leben sein. Hinzu kommt als weiterer Meilenstein des Genres das Werk Jacques Offenbachs.
Pirnaer Landstraße 131, D-01257 Dresden

Drei Ausgrabungen von Johann Strauß, die an der Staatsoperette Dresden ihre erfolgreiche, moderne Wiederaufführung erfahren haben, zieren den Spielplan – neben den bekannten Operetten des Komponisten. Erleben Sie im April 2011 sieben verschiedene Bühnenwerke von Johann Strauß und Jacques Offenbach in acht Tagen – diese Komprimiertheit gibt es nur beim Dresdner Johann-Strauß-Festival.

Historisch informiert, zeitgemäß ­präsentiert
Das Johann-Strauß-Festival stellt den he­rausragenden Unterhaltungswert, die einstige Aktualität der Werke und die hohe musikalische Qualität der Partituren in den Mittelpunkt. Leitend für die Umsetzung sind dabei die Ideen von historischer Informiertheit und zeitgemäßen Präsentationsformen. In Dresden wird dies wissenschaftlich fundiert erarbeitet, jedoch stets mit dem Ziel einer möglichst idealen bühnenpraktischen Umsetzung.
Die stilistische Kompetenz der Dresdner Aufführungen speist sich aber auch aus einer nahezu einzigartigen, kontinuierlichen Beschäftigung mit dem Genre innerhalb eines aufeinander eingespielten Ensembles. Hierin liegt die Grundlage für eine authentische und idiomatische Darbietung: Der Star ist das Ensemble!

Der Carneval in Rom, Das Spitzentuch der Königin und Prinz Methusalem – das gibt es weltweit nur in Dresden!
Erleben Sie neben den Johann-Strauß-Klassikern Die Fledermaus und Der Zigeunerbaron auch Jacques Offenbachs nicht nur in Frankreich bis heute regelmäßig gespielte Satiren Die Großherzogin von Gerolstein und La Périchole in frech-ironischen Produktionen, inszeniert von einem der inte­ressantesten Starregisseure der jüngeren Generation, Michiel Dijkema. Der preisgekrönte Kabarettist und Autor Peter Ensikat hat nicht nur La Périchole neu für die Staatsoperette übersetzt, er hat auch das Buch von Johann Strauß’ zu Unrecht vergessener Staatssatire Prinz Methusalem, einem Fund zwischen Shakespeare-Komödie, Wiener Volkstheater und klassischer Operette, in unsere Gegenwart geholt – und damit eine szenische Wiederaufführung geradezu notwendig gemacht.
Eine Besonderheit werden die beiden konzertanten Aufführungen des Festivals sein, die in eigens dafür erarbeiteten Präsentationsformen gezeigt werden. So wird die deutsche Entertainerin, Schauspielerin, Diseuse und Autorin Désirée Nick mit kabarettistischem Gespür Strauß’ turbulenten, gar nicht so unschuldigen Carneval in Rom prickelnd erlebbar machen. Mit ganz anderen Akzenten wird Johann Strauß’ Politiksatire Das Spitzentuch der Königin, das von Politikverdrossenheit, fehlgeleiteten Herrschern und in Gestalt des Dichters Cervantes von verantwortungsbewussten Künstlern handelt, präsentiert werden.

Vielfalt – vielfältig dargeboten
Der einzigartige Überblick über das Schaffen Johann Strauß’, den das Dresdner Fes­tival 2011 zum ersten Mal bieten wird, ermöglicht nicht nur das Kennenlernen eines erweiterten Bildes von Johann Strauß’ Schaffen, sondern auch einen Blick auf die unterschiedlichen szenischen Zugangsweisen, welche die Staatsoperette in den vergangenen Spielzeiten erprobt hat. So wird sich die Reichhaltigkeit der Themen und musikalischen Ideen der Operetten Johann Strauß’ und der Opéras bouffes Jacques Offenbachs auch auf der Bühne in einer Vielfalt von Ästhetiken und Darbietungsweisen spiegeln.
Ziel der Staatsoperette Dresden ist es, sich diesen Werken aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in einer ebenso zeitgemäßen wie historisch informierten Herangehensweise zu nähern. Begleitend zum Festival wird es daher auch eine wissenschaftliche Begleittagung geben, bei der Wissenschaftler, Musiker, Theaterleute und Medienvertreter sich über die Möglichkeiten einer „historischen Aufführungspraxis der Operette“ austauschen werden. Ein informatives, kulinarisches und unterhaltsames Begleitprogramm zu den Vorstellungen ist ebenfalls in Planung.
23. bis 30. April 2011

Informationen
Staatsoperette Dresden
Pirnaer Landstraße 131, D-01257 Dresden
Tel. (+49-351) 20 79 90
www.staatsoperette-dresden.de

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